Der allerletzte Versuch für das Gastro-Lokal. Stadtgemeinde verpachtet Gastro-Lokal an Ehepaar Gerhard Gollner und Alina Morarasu.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 27. März 2019 (05:08)
Burggraf
Der Grieche „Leonidas“ ist bereits seit Monaten Geschichte. Nun soll in der Rannersdorfer Stubn wieder typische Wiener Küche angeboten werden.

Mehr als ein Jahr steht die ehemalige Rannersdorfer Stubn bereits leer. Gesundheitliche Gründe zwangen die Betreiber des als Grieche „Leonidas“ geführten Lokals im Jänner 2018 zur Schließung. Seither war die Stadtgemeinde Schwechat als Gebäudeeigentümerin auf der Suche nach einem neuen Pächter.

In der kommenden Gemeinderatssitzung am Donnerstag steht nun die Vermietung an neue Betreiber auf der Tagesordnung. Das künftige Pächter-Ehepaar Gerhard Gollner und Alina Morarasu beschreibt der zuständige VP-Wirtschaftsstadtrat Lukas Szikora als „sehr sympathisch“. Sie haben viel „Routine und Erfahrung“. Die damit gefundene Lösung für die Rannersdorfer Stubn bezeichnet er als „zufriedenstellend“.

Zudem ist er überzeugt, dass Rannersdorf zwei Restaurants verträgt. Allerdings hält Szikora fest, dass das wohl der letzte Versuch ist, dort ein Gastrolokal zu etablieren. „Wir probieren es noch einmal und wüschen den Pächtern alles Gute“, betont er. Die Stadt war schon jetzt bereit, das Lokal auch anderweitig zu vergeben. Allerdings ohne Erfolg, wie der Wirtschaftsstadtrat offen zugibt.

Wir müssen nicht einmal ausmalen und haben daher keine Kosten durch die Neuübernahme.“ VP-Wirtschaftsstadtrat  Lukas Szikora

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mandatare werden Gollner und Morarasu dem Lokal als „GOMOS Rannersdorfer Stubn“ ab Mai wieder Leben einhauchen. Statt Gyros und Zaziki werden Schnitzel und Gulasch auf der Speisekarte stehen. „Wir wollen keine Experimente versuchen. Wir setzen auf gutbürgerliche Küche“, erzählt Gollner im NÖN-Gespräch. Das Hauptgeschäft erwartet der 48-Jährige zur Mittagszeit. Da würden die Gäste eine Mahlzeit erwarten, die satt macht. Für den 48-Jährigen ist es der erste Schritt in die Selbstständigkeit.

privat
Alina Morarasu und Gerhard Gollner wollen die Rannersdorfer Stubn neu mit Anfang Mai wieder eröffnen.

Die vergangenen 20 Jahre arbeitete Gollner in einem Restaurant in Oberlaa. Ehefrau Alina Morarasu ist ebenfalls in der Gastronomie zu Hause. Die 39-jährige gebürtige Rumänin lebt seit 17 Jahren in Österreich und ist ebenso lange als Köchin tätig. In den vergangenen vier Jahren war sie Küchenchefin im Himberger Gasthaus „Zum guten Hirten“.

Aufmerksam wurde das in Mitterndorf (Bez. Baden) lebende Gastronomie-Profiduo auf die Rannersdorfer Stubn durch einen Bekannten. Vom Gebäude ist Gollner begeistert. „Das Lokal ist einem super Zustand“, betont der gebürtige Wiener. Am Interieur soll kaum etwas geändert werden. Selbst die blaue Wandfarbe des Ex-Griechen soll bleiben, wie sie ist.

Das kommt auch der Stadtgemeinde als Vermieter zugute. „Wir müssen nicht einmal ausmalen und haben daher keine Kosten durch die Neuübernahme“, hält VP-Wirtschaftsstadtrat Lukas Szikora fest.

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