Aus Jux: 20-Jähriger sprengte Vorrangtafel

Reumütig gibt 20-Jähriger zu, Verkehrszeichen in die Luft gejagt und Jugendliche gefährdet zu haben: Richter ordnet Strafarbeit an.

Jutta Hahslinger Erstellt am 31. Mai 2018 | 04:33
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
Foto: shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Eine Schar von Jugendlichen plante gerade den Ablauf des bevorstehenden Silvesterabends, als ein Verkehrszeichen geflogen kam und in ihrer Nähe zu Boden krachte. Erschrocken sah die Clique noch, wie ein junger Mann grinsend Fersengeld gab.

„Sie hatten Glück, dass es zu keinen Verletzten kam. Sie haben die Teenager gefährdet, ist Ihnen das klar?“, will Richter Franz Furtner von dem Beschuldigten (20) aus dem Raum Schwechat wissen. Der 20-Jährige nickt mit gesenktem Kopf, den Blick starr zu Boden gerichtet. „Ja“, kommet es leise, dann gibt er noch zu, mit Feuerwerksraketen eine Vorrangtafel gesprengt zu haben.

„Es sollte keiner verletzt werden“

Drei Meter sei das Verkehrszeichen durch die Luft geschleudert worden, schildert der Beschuldigte und beteuert: „Es war nur ein Scherz. Es sollte keiner verletzt werden.“

„Ein schlechter und gefährlicher Scherz aus Jux und Tollerei. Es war reines Glück, dass es nur bei Sachschäden geblieben ist“, wettert der Richter. Das reumütige Geständnis des bislang unbescholtenen jungen Mannes stimmt Richter Franz Furtner milde, und er ist wie der Staatsanwalt mit einer Diversion einverstanden: Der 20-Jährige muss 60 Stunden gemeinnützige Leistung erbringen, dann wird das Strafverfahren wegen schwerer Sachbeschädigung und fahrlässiger Gefährdung durch Sprengmittel eingestellt.