Mann wollte mit Ohrfeige die Freundin "beruhigen". „Sie hatte einen Tobsuchtsanfall und provozierte“, erklärt ein 31-Jähriger, warum er gegen seine Lebensgefährtin tätlich wurde.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 23. August 2017 (05:35)
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Symbolbild

„Sie hatte wieder einmal einen Tobsuchtsanfall und ich wollte sie nur beruhigen“, beteuert der 31-Jährige vor Gericht und gibt zu, seiner aufgebrachten Freundin eine Ohrfeige verpasst und sie auch unsanft gepackt zu haben.

Die Freundin habe nach einem Streit seine Kleidung aus der Wohnung geworfen: „Ich bin raus und sammelte die Klamotten wieder ein. Sie ließ mich nicht mehr rein. Notdürftig bekleidet und ausgesperrt stand ich vor der Tür. Da habe ich das Gangfenster gewaltsam aufgedrückt und bin rein“, erzählt der Beschuldigte und meint seufzend: „Sie ist halt sehr temperamentvoll und provoziert auch gerne.“

Ein aufbrausendes Naturell räumt das Opfer ein und erzählt frei von der Leber weg: „Einmal war ich sehr verärgert, da habe ich das Essen auf den Boden g‘haut. Da hat er mich grob gepackt und verletzt.“

Nach dem Beweisverfahren richtet der Richter mahnende Worte sowohl an den Beschuldigten als auch an das Opfer. Er verhängt über den 31-Jährigen wegen Körperverletzung und Nötigung eine teilbedingte Geldstrafe: 3.200 Euro, davon muss der Verurteilte 800 Euro berappen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.