Geschäftsmann (60) hetzte im Nazi-Stil. 60-Jähriger propagierte Nationalsozialismus über das Internet. Zudem hortete er am Dachboden mehrere illegale Waffen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 31. Juli 2019 (06:00)
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Symbolbild

Auf seinem öffentlich zugänglichen Account auf der Internetplattform „vk.com“ (ein soziales Netzwerk aus Russland, Anm.) postete ein Geschäftsmann aus dem Raum Schwechat eine Reihe von Beiträgen, in denen der Nationalsozialismus in propagandistisch, vorteilhafter Weise dargestellt wird.

Darüber hinaus versandte der 60-Jährige über sein Handy neben hetzerischen Nachrichten eine Reihe von Bild- und Videodateien, die von der Korneuburger Anklagebehörde ebenfalls als Betätigung im nationalsozialistischen Sinn gewertet wurden.

Hahslinger
Richter Manfred Hohenecker nahm dem Angeklagten die präsentierte Harmlosigkeit nicht ab.

Bei einer im Zuge der Ermittlungen durchgeführten Hausdurchsuchung wurden am Dachboden des Unternehmers mehrere Pistolen – allesamt ohne die erforderlichen Genehmigungen – aber auch generell verbotene Waffen gefunden. So entdeckten die Ermittler ein halb automatisches Gewehr, eine Pumpgun, eine Einzellader-Büchse und einen Schalldämpfer. „Ich habe mich nie um irgendwelche Gesetze gekümmert“, ließ der 60-Jährige vor dem Schwurgericht wissen.

Der bislang unbescholtene Geschäftsmann zeigte sich teilgeständig und wurde wegen Verhetzung, nach dem Verbots- und Waffengesetz zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.