PCR-Test-Chaos zum Schulstart

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:21
Lesezeit: 3 Min
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Mit Stand Montag waren rund 40 Schülerinnen und Schüler an Covid erkrankt oder befanden sich in Quarantäne.
Foto: Gerald Burggraf
Auswertungsprobleme traf auch Schulen in Schwechat schwer. Situation trotz Omikron-Welle derzeit aber noch entspannt.
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Die erste Schulwoche nach den Ferien war wieder als Sicherheitswoche angelegt. Erklärtes Ziel: Möglichst verhindern, dass infizierte Schüler ihre Klassenkameraden oder Lehrer anstecken. Es wurde einmal mehr fleißig getestet. Schließlich schnellten zuletzt durch die Omikron-Variante die Infektionszahlen dramatisch in die Höhe. Seit der Vorwoche liegt der Bezirk sogar an erster Stelle bei der Sieben-Tages-Inzidenz in Niederösterreich. Am Montag lag sie bei 1.175.

Doch das Testen per PCR-Methode gestaltete sich nach einem Anbieterwechsel auf Bundesebene gar nicht so einfach. So wurden im Schwechater Gymnasium am Dienstag und Donnerstag PCR-Tests vorgenommen, Ergebnisse gab es aber keine. Dieses Malheur und dass in den Weihnachtsferien naturgemäß keine Testpflicht bestand, dürfte sich auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt haben.

Antigen-Schnelltests kamen zum Einsatz

Aufgrund der Auswertungsprobleme kamen verstärkt Antigen-Schnelltests zum Einsatz. Diese schlugen alleine am Montag bei zehn Kindern an. Mit Wochenanfang waren rund 40 Schülerinnen und Schüler an Covid-19 erkrankt oder befanden sich zumindest in Quarantäne. Bei rund 1.080 Kindern und Jugendlichen dennoch ein vergleichsweise niedriger Wert. „Betroffen sind eher die ersten und zweiten Klassen, wo die Impfquote eher geringer ist“, weiß Direktor Heinz Lettner.

Im 104-köpfigen Lehrerkollegium waren sieben Pädagogen betroffen. „Nachdem alle geimpft sind und kaum Symptome hatten, kehren sie im Laufe der Woche wieder zurück“, ergänzt der Schulleiter. Generell ist die Impfmoral im Gymnasium hoch. Bei den Lehrern sind 100 von 104 geimpft, in der Oberstufe liegt die Impfquote deutlich über 90 Prozent. „Und wir haben sehr kooperative Eltern“, weiß Lettner.

Schülerinnen und Schüler die krankheits- oder quarantänebedingt nicht ins Gebäude dürfen, werden über die Lern-Plattform „Moodle“ mit Unterlagen versorgt. Insgesamt laufe es laut dem Direktor „überraschend gut, aber warten wir einmal ab, wie es weitergeht.“

Relativ entspannt stellt sich die Situation in den Schwadorfer Schule dar. Auch dort hatte man in Volks- und Mittelschulöe mit den Test-Ausfällen zu kämpfen. „Die Testergebnisse kamen teilweise sehr spät, deshalb mussten wir zusätzlich auch noch Antigentests mit den Schülern durchführen“, berichtet Brigitte Richter, Obfrau der Schulgemeinde. Vereinzelt befinden sich Schüler in Quarantäne, ganze Klasse mussten bisher aber nicht geschlossen werden. „Die Kinder vermissen den Kontakt mit ihren Mitschülern. Deshalb sind auch die allermeisten vor Ort in der Schule.“

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