Schwechat fordert „100er“ auf der A4. Für Lkw sollen bis Flughafen nur 80 km/h erlaubt sein, langfristig auch für Pkw. Asfinag verweist auf existente Maßnahmen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 27. September 2017 (04:15)
Aufgrund der Baustelle auf der A4 gilt derzeit Tempo 100 beziehungsweise 80. Die Stadt hätte dies gerne langfristig.
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Eine Temporeduktion auf der A4 ist seit Jahren eine Forderung der Stadt. In der Gemeinderatssitzung am Montag wurde erneut eine Resolution eingebracht, der alle Fraktionen zustimmten.

Darin wird gefordert, dass ab der Wiener Stadtgrenze bis zum Flughafen für Pkw Tempo 100 gelten soll. Der Schwerverkehr soll bei Tag 80 km/h und bei Nacht nur 60 km/h fahren dürfen. Langfristig soll sogar für Pkw auf 80 km/h reduziert werden. Gestützt wird die Forderung durch Daten von Lärmtechnikern, die am dreispurigen Ausbau der A4 beteiligt waren.

Weniger Lärm und mehr Sicherheit

Diese gehen von einer steigenden Belastung bis 2020 mit einem Durchschnittstagesverkehr von 112.000 Fahrzeugen (heute: 98.000) aus, wodurch mehr Lärm zustande komme. Neben dem Lärmschutz wären auch Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen, meinte Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne).

Die Resolution sieht vor, dass Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) die Temporeduktion per Verordnung durchsetzt. Im Büro des zuständigen Landesrates Ludwig Schleritzko (VP) verweist man jedoch darauf, dass in diesem Fall das Verkehrsministerium zuständig sei.

Seitens des Autobahnbetreibers Asfinag winkt man erneut ab. Die Wirkung der gekrümmten Lärmschutzwand sei bestätigt und die Geschwindigkeit könne je nach Verkehrsaufkommen durch die dynamische Verkehrsbeeinflussungsanlage gesteuert werden. Zusätzlich werde derzeit eine lärmmindernde Fahrbahndecke eingebaut.