Schüler erlebte Einbruch hautnah. SCHWADORF / Ein junger Schwadorfer ruhte sich gerade aus, als Einbrecher ins Haus eindrangen.

Von Birgit Bruckner. Erstellt am 13. März 2014 (23:59)
Von Birgit Bruckner

Ziemlich dreist sind Einbrecher am Faschingsdienstag vorgegangen. Irene Habiger aus Schwadorf hielt sich nach dem traditionellen Faschingsumzug gerade im Festzelt auf, als gegen 19 Uhr in ihr Haus eingebrochen wurde.

Dort war Habigers Sohn Marcel (16), müde von der Schule, im Wohnzimmer eingeschlafen. Daher war die Wohnung am frühen Abend nicht wie üblich beleuchtet, sondern dunkel. „Dies dürfte die Einbrecher angelockt haben, und da ich eine Gartenwohnung habe, sind sie über den versperrten Zaun geklettert und über die Balkontüre in den Wohnraum,“ so Irene Habiger zu den NÖN. Marcel wurde durch Geräusche wach und wähnte sich zunächst in einem schlechten Traum bis er bemerkte, dass ungebetene Gäste ins Haus eingedrungen waren.

Schüler hat richtig gehandelt

Die zwei bis dato unbekannten Einbrecher durchstöberten im Dunkeln die Kästen der Wohnung. Der junge Schwadorfer reagierte geistesgegenwärtig, wie seine Mutter erleichtert berichtet: „Marcel hat sich weiter schlafend gestellt. Nachdem sie alle meine Kästen und Laden durchsucht haben, sind sie mit meinem Goldschmuck durch die Balkontür wieder verschwunden. Marcel hat noch ein paar Minuten gewartet, ist dann zur Balkontür gekrochen, hat sie versperrt, überall in der Wohnung Licht gemacht und sofort die Polizei und mich angerufen.“

Damit hat der Schüler richtig gehandelt: „Ich bin so stolz auf meinen Sohn, dass er so reagiert hat. Nicht auszudenken, was hätte sein können, wenn er die Nerven verloren hätte,“ schüttelt die Mutter besorgt den Kopf.  Die Polizei Fischamend hat sofort eine Fahndung nach den unbekannten Tätern eingeleitet. Die haben sich übrigens flüsternd unterhalten, laut Auskunft von Marcel Habiger mit slawischem Akzent.