Bad-Baustart: Jetzt geht es los. Zwei Jahre nach dem Beschluss, das desolate Hallenbad in Schwadorf zu sanieren, rücken nun die ersten Baufirmen an.

Von Raimund Novak. Erstellt am 27. Januar 2018 (04:24)
Im Inneren des Schwadorfer Hallenbades wird bereits intensiv gearbeitet.
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Im Ort ging bereits das Gerücht um, dass die Sanierung des Hallenbades nie in die Tat umgesetzt wird und das Bad geschlossen bleibt. Mittlerweile sind derartige Sorgen ausgeräumt, denn seit wenigen Tagen herrscht reger Baubetrieb im Inneren des Gebäudes.

Im Hallenbad, das bisher als zweiter Turnsaal von der Schule genutzt wurde, werden die Fliesen abgetragen, der Beton repariert sowie die Außenhülle des Beckens saniert. Der komplette Hallenbad-Bereich wird außerdem barrierefrei gestaltet. „Der Architekt teilte uns mit, dass wir eine derartige Gestaltung mit nur wenigen Zusatzmaßnahmen umsetzen können“, erklärt SP-Ortschef Jürgen Maschl zur Errichtung von behindertengerechten WC-Anlagen. Ein Aufzug, der in den 1. Stock führt, wird ebenfalls eingerichtet.

Ehemalige Buffet ist Geschichte

Die Sauna wird es in Zukunft nicht mehr geben. Stattdessen wird Platz für eine Bibliothek geschaffen. Aber auch das ehemalige Buffet ist Geschichte. Kinder und Badegäste können künftig einen Pausenraum vor dem Eingangsbereich des Turnsaals nutzen. Der 1973 erbaute Turnsaal selbst wird ebenfalls komplett erneuert, zumal er bereits jede Menge Mängel aufweist.

Künftig soll ein Übergang den Schultrakt mit dem Sporttrakt verbinden, um den Zugang zu erleichtern. Die Arbeiten sollen bis spätestens Oktober abgeschlossen sein, die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro. Der Großteil wird von den Schulgemeinden finanziert (betroffen sind Schwadorf, Enzersdorf, Kleinneusiedl und Rauchenwarth), einen wesentlichen Anteil muss die Gemeinde Schwadorf als Standortträger leisten. Dort werden in die Sanierung des Hallenbades 633.000 Euro investiert.

Eine Förderung erhofft sich die Gemeinde bei der Gestaltung des Vorplatzes. Im Zuge der „Aktion Schulhof“ wird die Schule ein Umbauprojekt einreichen. Im besten Fall könnte eine Förderung von bis zu 40.000 Euro erzielt werden.