"Wir wollen keine Ausreden hören"

Erstellt am 18. November 2014 | 15:47
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Foto: NOEN, Raimund Novak
"Drastische Maßnahmen" / Die Bürgerinitiative Schwa-Rau fordert nun vehement eine Entlastung der Verkehrssituation.
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„Wenn du was haben willst, was du noch nie hattest, dann musst du etwas tun, das du noch nie getan hast“, lauteten Engelbert Auers ersten Worte, die er an jene rund 100 Besucher richtete, die an der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative teilnahmen – vor dem ARBÖ-Gelände.

Die Nähe zur B10 wurde nicht ohne Grund gewählt. Eben auf jener Straße bildet sich aufgrund des immensen Verkehrsaufkommens oft ein kilometerlanger Stau, der vom Ortszentrum (Kreuzung) bis weit außerhalb der Ortsgrenze (Richtung Schwechat) reicht. Vier große Plakate mit der Aufschrift „Schwadorf erstickt im Verkehr, eine Umfahrung muss jetzt her“ wurden nun bei den Ortseinfahrten aufgestellt, um auf diese Problematik hinzuweisen.

Verkehrschaos kostet Nerven

Seit Jahren versucht die BI unter der Leitung von Auer eine Lösung zu finden, um das Verkehrschaos, das zahlreichen Bürgern den letzten Nerv kostet, in den Griff zu bekommen. Vor allem die Lkw-Belastung lässt viele Schwadorfer auf die Barrikaden steigen. Eine Umfahrung erwies sich aufgrund des Flughafens und des Natura 2000-Gebietes bisher für schwierig (NÖN berichtete).

Das ewige Hinhalten seitens der Politik haben die Mitglieder der Initiative und viele andere Schwadorfer (einst wurden 400 Unterschriften gesammelt) nun endgültig satt.

„Mit Plakaten auf  die Straße stellen“

„Unabhängig davon, ob die dritte Piste oder die Götzendorfer Spange kommt, werden wir alles daran setzen, dass bald etwas passiert“, kritisierte Manfred Peter bei seiner Ansprache vor allem das jahrelange Hinauszögern seitens des Landes. „Wir haben genug von den Ausreden der Politiker, wenn nicht bald etwas geschieht, werden wir drastischere Maßnahmen ergreifen und uns mit den Plakaten nicht mehr neben die Straße stellen, sondern auf die Straße“, schließt Peter Demonstrationen nicht aus.

SPÖ-Bürgermeister Franz Schmickl erinnerte an eine ähnliche Aktion auf der Kreuzung. „Damals haben die Leute gesehen, dass sich die Schwadorfer nichts gefallen lassen. Gemeinsam sind wir stark und können etwas bewegen.“

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