19-Jährige diffamierte Arzt als Vergewaltiger. Weil sie sich schlecht behandelt fühlte, drohte eine psychisch Kranke einer Ärztin mit dem Tod, einen Mediziner verleumdete sie.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:30)
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„Es tut mir sehr leid. Ich habe die Anschuldigungen zurückgenommen und mich schon entschuldigt“, zeigte eine 19-Jährige aus dem Raum Schwechat vor Gericht Einsicht und Reue.

Die Beschuldigte gab zu, einen Arzt des psychosozialen Dienstes als Vergewaltiger verleumdet und an Mitarbeiter des psychosozialen Dienstes Schwechat Drohungen gegen eine Ärztin geschickt zu haben. „Ich habe heute jemanden beauftragt, der dich umbringen wird“ und „Du hast das Leben nicht verdient. Ich schicke dir jemanden von der Mafia“ hieß es unter anderem in den Droh-Nachrichten, die die Angeklagte versandt hatte.

Angeklagte ist jetzt in Behandlung

Sie habe sich nicht gut behandelt gefühlt, erklärte die 19-Jährige letztendlich vor Gericht ihre Beweggründe für die Attacken gegen die beiden Mediziner. Krankheitsbedingt habe sie dann falsch reagiert, gestand sie ein und beteuerte: „Ich bin jetzt in psychotherapeutischer Behandlung.“

Die bereits einschlägig vorbestrafte junge Frau wurde wegen Verleumdung und gefährlicher Drohung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Weiters wurde die Probezeit der bedingten Strafnachsicht auf fünf Jahre verlängert.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig.