33-Jähriger: „Ich hab ihr a paar Watschen gegeben“. Mutmaßliches Opfer sagte nicht aus: Mann blieb fast ungeschoren.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 12. September 2019 (04:33)
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„Ich habe ihr weder Faustschläge noch Fußtritte versetzt. Ich habe auch kein Küchenmesser nach ihr geworfen. Ich wollte meine Ehefrau nicht absichtlich verletzten, und ich habe ihr auch nicht mit dem Umbringen gedroht, falls sie die Polizei anruft“, erklärt ein 33-jähriger Schwechater vor Gericht. Er leugnet und will das angeklagte Vergehen der Nötigung und das Verbrechen der absichtlich schweren Körperverletzung an seiner Ehefrau nicht begangen haben.

„Ja, es gab einen lautstarken Streit. Wir haben uns gegenseitig beschimpft und auch miteinander gerangelt“, schildert der Schwechater und räumt ein: „Ich hab ihr a paar Watschen gegeben, aber keine Faustschläge oder Fußtritte.“ Nach einer Wegweisung habe man sich wieder versöhnt und er sei zur Familie zurückgekehrt: „Wir führen weder ein harmonisches Familienleben“, beteuert er.

Da sich die Ehefrau im Zeugenstand der Aussage entschlägt, kann der Richter deren Angaben bei der Polizei nicht mehr verwerten. Von der Anklage bleibt nicht viel übrig. Richter Franz Furtner gewährt dem bislang unbescholtenen Schwechater eine Diversion: Er darf sich in den nächsten zwei Jahren weder eine verbale noch eine tätliche Entgleisung erlauben, sonst lebt das Verfahren wieder auf.