Aufgeweckt - Betrunkener attackiert die Polizei. „Sehen Sie Uniformen, brennen Ihnen Sicherungen durch“, kommentiert Richter Beamtenangriff und schickt Schwechater in Bau.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 03. Januar 2019 (04:57)
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Ohnmächtig oder im Tiefschlaf? Der Anblick eines regungslosen Mannes hinter dem Steuer eines geparkten Wagens bei lauter Radiomusik, ließ besorgte Sparmarktkunden in Schwechat die Polizei alarmieren.

Ein 24-jährige Schwechater schlief, wie sich später herausstellte, seinen Rausch aus, und er reagierte äußerst ungehalten, als ihn zwei Polizeibeamte weckten. Nachdem sich der Schwechater aus den Wagen gekämpft hatte, begehrte er unflätig schimpfend, in Ruhe gelassen zu werden. Auf die Aufforderung der Polizisten, seinen Ausweis und den Führerschein zu zeigen, ging der Aufgebrachte nicht ein.

Bedrohlich ging er auf einen Beamten zu und versetzte ihm mit beiden Händen einen heftigen Stoß gegen den Oberkörper.
Mit der Festnahme und klickenden Handschellen endete der Widerstand des renitenten 24-Jährigen. „Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt einen Polizisten gesehen zu haben. Ich war betrunken“, beteuerte der Schwechater einen Filmriss.

„1,5 Promille ist nicht die Königsklasse, da hat man noch keinen Filmriss“, entgegnete der Richter und meinte: „Sie reagierten aggressiv, weil der Polizist den Führerschein sehen wollte, den Sie gar nicht haben. Wie die Vorstrafen zeigen, brennen Ihnen leicht die Sicherungen durch, wenn Sie Uniformen sehen.“ Er verurteilte den einschlägig vorbestraften Schwechater zu zehn Monaten hinter Gittern. Nicht rechtskräftig