Schwechat: Aus für das "Angelis"

Erstellt am 27. September 2022 | 06:34
Lesezeit: 2 Min
New Image
Foto: Google Street View
Lokal seit 24. September geschlossen. Teuerung und Einnahmerückgang für Gastro-Aus mitverantwortlich.
Werbung

„Wir haben wirklich sehr lange überlegt“, betont Martina Angelis im Gespräch mit der NÖN. Doch am Ende stand die Entscheidung fest: Der Betrieb des gleichnamigen Gasthauses ist nicht mehr finanzierbar, das traditionsreiche Lokal seit Samstag, 24. September zu.

„Es gab viele Faktoren, die zu der Entscheidung geführt haben“, erzählt die 50-Jährige. Vor allem aber die Entwicklungen in den vergangenen zwei Jahren mit Coronapandemie und der nun eklatanten Teuerung haben massiv mitgespielt. „Die Leute machen weniger Veranstaltungen und geben auch weniger aus“, berichtet die nunmehrige Ex-Gastronomin. 

Dringende Investitionen nicht mehr zu stemmen

Darüber hinaus hätten erhebliche Investitionen in das Gebäude, allen voran das alte Dach, getätigt werden müssen. Doch diese wären derzeit einfach nicht zu stemmen gewesen. Daher habe man sich „schweren Herzens“ zur Schließung durchgerungen.

Wie es nun mit dem Gebäude oder auch der beruflichen Laufbahn von Martina Angelis weitergeht, ist offen. „Es gibt noch keine konkreten Pläne“, sagt die Zwölfaxingerin. Das Gasthaus ist seit 1968 im Familienbesitz, die vergangenen 29 Jahre führte Martina Angelis das Lokal. Die Übernahme des Lokals war übrigens auch der Grund, warum die Familie von Mödling nach Schwechat übersiedelte. Die Geschichte als Wirtshausgebäude reicht gar bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Werbung