Beherzte und humorvolle Premiere der Theaterwerkstatt

Die Theaterwerkstatt Schwechat spielt noch bis 5. November die Komödie „Der Raub der Sabinerinnen“.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 05:33
440_0008_8214555_gre43gb_swe_theaterwerkstatt_schachlhub.jpg
Christoph Burko und Conny Schachlhuber sowie ihre Schauspielkollegen der Theaterwerkstatt, unterhielten das Publikum köstlich.
Foto: Stefan Neubauer

An sich handelt es sich bei „Der Raub der Sabinerinnen“ um ein eher sperriges Stück aus dem Jahr 1954. Dennoch setzten Regisseur Marius Schiener und das Ensemble der Schwechater Theaterwerkstatt die Verwechslungskomödie mit viel Humor und aktuellen Details um.

Am Premierenabend war der Zuschauerraum des Theater Forum jedenfalls brechend voll. Viele Fans der Akteurinnen und Akteure, gaben spontan Szenenapplaus und die Stimmung war großartig. Christine Neubauer bewies als Dienstmädchen Rosa ihr komödiantisches Talent, Bruno Reichert legte sich, in der Rolle des Schmierentheaterdirektors, die Bürde auf, „schwäbischen“ Dialekt zu sprechen, und Gabriele Herbsthofer überzeugte als respekteinflößende Gemahlin des Hobbyautors und ehrenwerten Gymnasialprofessors, verkörpert durch Christoph Schmelzinger.

Texte mit Bezug zu Schwechat

Herzerwärmend war auch die Flirtszene von Christoph Burko als Emil Gross mit der ledigen Tochter des Professors, Conny Schachlhuber. Thomas Fischer-Seidl gab den smarten und sehr treuen Ehemann der zweiten Tochter, gespielt von Sandra Gerber-Stepancik und Andreas Herbsthofer, brachte als Onkel von Emil Gross, stets die neuen Wendungen in die Geschichte.

Mit Wortspielen, humorvollen Texten mit Bezug zu Schwechat, einem guten Timing und beherzten Laienschauspielerinnen und -schauspielern, ist diese Komödie wirklich sehenswert. Das machte manchen im Publikum Lust darauf, selbst einmal auf der Bühne zu stehen.