Corona-Matura aus Schülersicht: „Alles andere als Geschenk“

Erstellt am 26. Januar 2022 | 05:30
Lesezeit: 2 Min
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Brucks Schulsprecher Thomas Gausterer spricht sich für freiwillige mündliche Matura aus.
Foto: privat
Schülervertreter in der Region Schwechat sehen Erleichterung bei Matura als gerechtfertigt an. Die Pandemie setzt Jugendlichen zu.
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„Ich bin der Ansicht, dass die mündliche Matura auch dieses Jahr freiwillig bleiben sollte“, unterstreicht Thomas Gausterer. Der Schulsprecher des Gymnasiums in Bruck vertritt damit genau die gleiche Meinung, wie sein Pendant in Schwechat. Auch Taylan Algan fände es nur fair, wenn man den aktuellen Achtklässlern ebenso entgegenkommen würde wie ihren Vorgänger aus dem vergangenen Schuljahr.

„Es wäre unfair und unlogisch, wenn jene die kürzer mit Lockdowns und Homeschooling leben mussten Erleichterungen bekommen, die die damit schon vier Semester leben müssen, aber nicht“, unterstreicht Algan im Gespräch mit der NÖN. Die Schwechater Schülervertretung habe sich daher auch an dem Protestschreiben ans Bildungsministerium beteiligt.

Zudem haben die achten Klassen und auch Teile der siebten Klassen in der Vorwoche mitgestreikt. „Wir sind aber alle zu Hause geblieben und haben unseren Protest über die Social Media gespielt“, erklärt der Siebtklässler. Das hat schlicht organisatorische Gründe, denn derzeit ist es Schülern erlaubt, per freiwilligem Lockdown entschuldigt zu Hause zu bleiben. Die Maturanten hätten jedenfalls seine volle Unterstützung, unterstreicht Algan.

Unterricht läuft schon fast wieder „normal“

Generell wollen die Schülervertreter aber auch betont wissen, dass es derzeit keine einfache Schulzeit sei. „Seit März 2020 war die Schulzeit für alle alles andere als ein Geschenk. Einerseits sind die Einschränkungen natürlich eine Belastung, aber andererseits geben sie uns Sicherheit“, sagt Brucks Schulsprecher Gausterer. So sei man in der Schule einer möglichen Infektion naturgemäß viel direkter ausgesetzt.

Dennoch wollen viele Jugendliche in die Schule, wie Schwechats Schülervertreter Algan weiß. „Der Unterricht läuft auch schon wieder relativ normal ab“, hält der 17-Jährige fest. Natürlich abgesehen von Maskenpflicht oder eingeschränktem Turnunterricht.

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