Die FPÖ warnt vor „gefährlicher Fassade“. Bericht von herabfallenden Teilen bei Gemeindebau. SP widerspricht der Darstellung, weiß aber von Sanierungsbedarf.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 20. Dezember 2017 (03:52)
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Über den Sanierungsbedarf des Gemeindebaus Gladbeckstraße 3 besteht grundsätzlich allgemeiner Konsens.
FPÖ

Laut FPÖ ist im Fall des Zustandes des Gemeindebaus Gladbeckstraße 3 „Gefahr in Verzug“. Die Freiheitlichen brachten daher im Zuge der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag ein. Darin forderten sie die Bürgermeisterin auf, sofort Maßnahmen zu setzen.

Konkret berichtete Stadträtin Andrea Kaiser, von Bewohnern informiert worden zu sein, dass von der Fassade handflächengroße Brocken zu Boden sausen würden. Zudem gebe es „rigorosen Wassereintritt in allen Bereichen, innen wie außen“, heißt es in dem Antrag. Trotz Meldung bei der Hausverwaltung durch die Mieter sei nichts passiert. Zudem würden die Bewohner über „feuchte und kaum beheizbare Wohnungen sowie über Schimmelbefall“ klagen. „Beide Zustände stellen ernste Mängel dar, für deren unverzügliche Behebung die Stadtgemeinde Schwechat als Vermieter laut Mietrechtsgesetz verantwortlich ist“, hält Kaiser fest.

Beeindruckt vom freiheitlichen Antrag zeigten sich jedoch weder Rot-Grün noch ÖVP und NEOS. Sie gestanden dem Thema keine Dringlichkeit zu, weshalb es erst gar nicht auf die Tagesordnung kam. Stattdessen wurde es dem Stadtrat zur Bearbeitung zugewiesen.

„Unsere Gemeindegebäude werden regelmäßig kontrolliert, in diesem Fall gab es erst letzte Woche eine Kontrolle." Karin Baier

SP-Bürgermeister Karin Baier erläutert dazu: „Unsere Gemeindegebäude werden regelmäßig kontrolliert, in diesem Fall gab es erst letzte Woche eine Kontrolle. Ein akutes Risiko kann es auch in den Augen der FPÖ nicht geben, sonst hätte man Anzeige bei der Polizei machen müssen.“ Allerdings sei ihr bewusst, dass der Gemeindebau Gladbeckstraße 3 sanierungsbedürftig sei. „Mir ist eine Wohnung mit Schimmelbefall bekannt, dieser wurde behoben. Von herabfallenden Fassadenbrocken kann aber keine Rede sein“, hält Baier fest.

In diesem Fall gehe es, wie bei vielen anderen Gebäuden, um eine Generalsanierung. Und diese könne nur Schritt für Schritt erledigt werden. Angefangen wird nun mit dem Gemeindebau Brauhausstraße 17, bei dem die Förderzusage nun eingelangt ist. Baier verspricht: „Weitere werden natürlich folgen.“