Dreist: Mit falschem Ausweis zur Polizei

In Polen hergestellter Fake-Führerschein sollte Schwechater zu Taxilenker-Lizenz verhelfen. Die Fälschung flog jedoch sofort auf.

Erstellt am 06. April 2018 | 05:15
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440_0008_6659736_tul32_fuehrerscheinn Symbolbild Führerschein
Den Führerschein habe er in Ungarn gemacht, behauptete der Angeklagte bei einem Prozess in St. Pölten.
Foto: Shutterstock/Bartosz Zakrzewski

„Das ist schon ein bisserl frech, oder?“, will Richter Manfred Hohenecker von dem 25-jährigen Beschuldigten wissen. Der Schwechater nickt und gibt sichtlich beschämt zu, dass er mit einem gefälschten Führerschein zum zuständigen Polizeikommissariat in der Wiener Straße marschiert sei, um dort einen Taxilenkerausweis zu beantragen.

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Der gefälschte Führerschein aus Polen hielt den fachkundigen Augen des Beamten aber nicht stand: Der Antragsteller flog auf und bekam statt des Ausweises eine Anklage wegen Fälschung besonders geschützter Urkunden. „Das war schon sehr dreist. Haben Sie wirklich geglaubt, damit durchzukommen?“, hakt der Richter nach.

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Richter Manfred Hohenecker.
Foto: Hahslinger

„Eigentlich schon. Ich glaubte, der Führerschein ist gut gemacht. Er hat 1.600 Euro gekostet“, bekennt der 25-Jährige seufzend.

„Ja, da haben Sie die polnische Fälscherarbeit überschätzt und unsere Beamten unterschätzt“, kommentiert der Richter und verhängt über den bislang unbescholtenen 25-Jährigen eine zweimonatige Bewährungsstrafe – das Urteil ist nicht rechtskräftig.