Drohungen brachten 30-Jährigen vor Gericht

Erstellt am 16. Juni 2022 | 04:24
Lesezeit: 2 Min
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Vor Gericht freute sich die Ex-Freundin über den Freispruch des Mannes, den sie angezeigt hatte.
Foto: NÖN
Bedrohte Ex-Freundin sah den Vorfall vor dem Richter milde: Darum gab es einen Freispruch für den Schwechater.
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„Wenn ich heim komm und der Fernseher funktioniert nicht, ...“ Was ein wegen gefährlicher Drohung Angeklagter (30) dann am 2. Februar diesen Jahres per WhatsApp-Nachricht sagte, hatte neben rüden Beschimpfungen für seine Ex-Partnerin (31) auch eine recht hohe „Oida“-Dichte. Mit dem Umbringen hat er sie jedoch – laut Anklage der Staatsanwaltschaft – schon ein paar Tage vorher auf einem Parkplatz in Mannswörth bedroht.

Die WhatsApp-Nachricht konnte er schwer leugnen, aber er habe ihr nicht gedroht. Die ehemalige Freundin hatte in der Verhandlung vor Richter Martin Gall-Vanek einen recht milden Blick auf ihren Ex.

Sie schilderte die Situation auf dem Parkplatz so: „Er wollte ein klärendes Gespräch haben. Ich nicht.“ Da sie kurz nach der Trennung bereits wieder einen Partner gefunden hatte, sei das für sie beide „sehr emotional“ gewesen.

Zuerst konnte sie sich nicht an ein „Ich bring dich um“ erinnern, nach Einwirken Gall-Vaneks dann doch. Jedenfalls habe sie sich nicht gefürchtet. Weswegen sie den Vorfall dann angezeigt habe, wollte der Richter wissen. „Ich kannte ihn so nicht“, so ihre damalige Einschätzung, aber am liebsten hätte sie die Anzeige zurückgezogen.

„Das war nur seine Wut“, fasste sie das Geschehen am Parkplatz zusammen. Als Gall-Vanek den Freispruch für den 30-Jährigen verkündete, applaudierte die 31-Jährige kurz. Für den selbstständigen Gastronomen gab es noch einen Rat vom Richter mit auf den Weg: „Passen‘s in Zukunft auf mit Ihren Äußerungen.“

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