FF-Bilanz: Über 3.300 Stunden für die Allgemeinheit. Schwechater Kameraden rückten im Vorjahr zu 461 Einsätzen aus. Fast die Hälfte waren Unfälle, Tierrettungen und Co.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 25. Januar 2019 (04:44)
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Mitte Juni geriet auf der S1 ein Lkw in Vollbrand.
FF Schwechat

Dank und Anerkennung ist den Schwechater Feuerwehrmännern stets sicher. Bürgermeisterin Karin Baier und Feuerwehr-Stadtrat Christian Habisohn (beide SP) lassen etwa beinahe keine Gelegenheit aus, um den Kameraden ihren Dank für deren Einsatz und Aufopferungsbereitschaft auszusprechen.

Und das haben sich die Mannen um Kommandant Markus Mikeska auch verdient. Im Durchschnitt rücken die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwechat pro Jahr rund 450 Mal aus. Im Jahr 2017 wurde ein Rekordwert von 481 Einsätzen erreicht, im Vorjahr waren es immerhin noch 461. Den mit Abstand größten Anteil haben technische Einsätze, das sind in erster Linie Bergungen von Unfallfahrzeugen. Die mitunter aufreibensten Einsätze waren hier ein von der Fahrbahn abgekommener Reisebus auf der S1 im März oder ein Horror-Crash von zwei Lkw auf der A4 bei Fischamend.

Beim verheerenden Brand des Billa-Marktes in Himberg – der kurz vor Weihnachten nach einem Komplett-Neubau schon wieder eröffnet wurde – war auch die Schwechater Feuerwehr im Einsatz.
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Die Zahl der Brandeinsätze lang bei 41, wobei hier der intensivste Fall der Billa-Brand in Himberg war. Aber auch ein Lkw-Brand auf der S1 und drei Kleinbrände an nur einem Tag im Oktober hielt die Kameraden ordentlich auf Trab. Insgesamt wendete die Schwechater Mannschaft 3.318 Stunden für Einsätze auf. Dabei konnten 60 Menschen und sieben Tiere gerettet werden.

Zählt man noch die Übungen, Schulungen und andere Verpflichtungen im Feuerwehrwesen dazu, leisteten die Kameraden mehr als 7.700 Stunden für die Allgemeinheit. Alleine für Übungen investierten die Feuerwehrmitglieder 953 Stunden. Neben kleineren Probeläufen wie einer Rettung aus einem zugefrorene Teich gab es auch Großübungen wie jene im ÖBB-Tunnel am Flughafen oder mit der Suchhundestaffel des Roten Kreuzes.

Die Mitgliederzahl blieb übrigens mit insgesamt 85 Feuerwehrmännern – davon 73 Aktive und elf Reservisten – im Vergleich zum Jahr davor (2017: 86 Mitglieder) nahezu ident.