Für Medikamente Autos geknackt. Fahrzeug-Einbrüche begründet Slowake mit Geldnot wegen der Behandlung seiner krebskranken Frau: Zwei Jahre Gefängnis.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. November 2019 (05:44)
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Mit brachialer Gewalt ging Slowake zur Sache.
Symbolfoto: NÖN Archiv

Der 34-jährige Slowake legt dem Richter die Sterbeurkunde seiner Frau vor, um zu beweisen, dass seine Beteuerungen keine erfundene Geschichte sind. „Bei uns gibt es keine Krankenkasse. Da muss man für alles selbst aufkommen. Ich brauchte dringend Geld, um für meine krebskranke Frau die Medikamente zahlen zu können“, erklärte der Mann.

Nur wegen der Geldnot habe er in Schwechat drei Fahrzeuge mit Brachialgewalt – die Seitenscheiben mit einem Hammer zertrümmert – aufgebrochen und geplündert. Meist habe er Navis gestohlen und diese dann zu Geld gemacht. Weiters gibt der Slowake einen Einbruch in ein Geschäftslokal in Gerasdorf zu. Dort habe er neben 850 Euro Bargeld auch einen Laptop, ein PC-Programm, ein teures Handy und zwei Flaschen Whiskey erbeutet, listet er auf. Für den Vorbestraften setzt es eine Zusatzstrafe von zwei Jahren Gefängnis – rechtskräftig.