Grundsatzbeschluss: Primärversorgung wird gefördert. Der Schwechater Gemeinderat geht einen weiteren Schritt hin zur Eröffnung eines Primärversorgungszentrums (PVZ) in Schwechat.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 02. Oktober 2018 (11:19)
NÖN.at, Gerald Burggraf

Die Allgemeinmediziner Robert Grubmüller und Martin Ruttner planen, dort mindestens zwei weitere praktische Ärzte sowie Experten in den Fachbereichen Diätologie oder Logopädie zu beschäftigen.

Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, das geplante Gesundheitszentrum zu subventionieren. Allerdings mit der Bedingung, dass das PVZ seinen Standort im Multiversum hat. Neben Einmalzahlungen etwa für den Umbau, sind auf die Dauer von zehn Jahren auch monatliche Zuschüsse garantiert. Zudem besteht bei den regelmäßigen Subventionen die Möglichkeit einer Verlängerung um weitere zehn Jahre. Prinzipiell zeigten sich alle Parteien mit dem Beschluss zufrieden.

Allerdings hätte sich vor allem die ÖVP mehr Sicherheit für die Gemeinde gewünscht. Daher brachte man einen Zusatzantrag ein. Darin war unter anderem festgehalten, dass zusätzliche Subventionen, etwa vom Land NÖ, mit jenen der Stadt gegengerechnet werden.

Die rot-grüne Stadtregierung trat jedoch auf die Bremse und bat um den Beschluss des ursprünglichen Textes. „Die Ärzte sitzen auf Nadeln“, merkte Stadtrat Simon Jahn (Grüne) an. Das Vorhaben sei eine enorme finanzielle Herausforderung, alleine der Mietaufwand im Multiversum liege bei rund 18.000 Euro monatlich. Man wolle auch nichts über die Köpfe der künftigen Betreiber hinweg in die Vereinbarung einarbeiten. SP-Bürgermeisterin Karin Baier garantierte aber, die Vorschläge bei den Vertragsverhandlungen einfließen zu lassen.

Die Subventionen im Detail:

- Maximal 120.000 Euro für die Umbauarbeiten
- Maximal 58.200 Euro für die Übernahme der Fitnessgeräte des Multitrainings Schwechat
- Monatlicher Mietzuschuss von 5 Euro pro m² für 10 Jahre
- 50 Prozent der Kosten für Heizung/Kühlung für maximal 10 Jahre
- Monatlicher Sonderzuschuss zur Miete von 1,83 Euro pro m² im ersten Betriebsjahr