Hammerbrotwerke: Es war Brandstiftung. Das Feuer im ersten Stock eines der historischen Fabriksgebäude wurde gelegt - die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Hinweise gibt es noch keine.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 28. April 2021 (16:24)

Fünf Stunden lang kämpften am 23. Februar fünf Feuerwehren gegen einen Schwelbrand am Areal der ehemaligen Hammerbrotwerke in Schwechat. Erst die Flutung der Zwischendecke zum Dachstuhl mit Löschschaum konnte die Flammen eindämmen. Nun steht die Brandursache fest: Das Feuer wurde gelegt.

Gebäudeeigentümer, die Immobilienentwickler-Firma Soravia, und Polizei bestätigen, dass aufgrund der Spuren von Brandstiftung ausgegangen werden kann. Laut Raimund Schwaigerlehner, Pressesprecher des Landespolizeidirektion NÖ (LPD), läuft die Suche nach dem Täter. "Die Ermittlungen zur Ausforschung des Verursachers sind noch nicht abgeschlossen", hält er fest, Allerdings: Konkrete Hinweise gebe es derzeit keine.

Schadenshöhe noch unbekannt

Laut Soravia steht die Schadenshöhe nach wie vor nicht fest. "Die Brandschuttreste wurden letzte Woche entfernt, die Schadenshöhe wird durch den Sachverständigen erst nach neuerlicher Begehung und statischer Untersuchung bestimmt", erklärt Jürgen Klaubetz. Er ist Projektleiter des geplanten Wohnprojekts, dass in den früheren Fabriksgebäuden umgesetzt werden soll. 

Nachdem die Werkshallen unter Denkmalschutz stehen, müssen sie in das Bauvorhaben integriert werden. Klaubetz hält aber fest: "Das Gebäude ist weiterhin sanierbar." Der Februar-Brand war allerdings nicht der erste am Areal, Vandalismusschäden gebe es zudem immer wieder - trotz Wachdienst, der die riesige Fläche aber nicht vollständig absichern kann.