Jugendhaus soll mit September starten. „Das Schwechater“ in der Wiener Straße soll Platz für Jugendliche bieten. Zwei bis drei Öffnungstage pro Woche geplant.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 14. Juli 2021 (05:28)
Jugendhaus Schwechat
Gerald Burggraf

Ein fixer Standort, an dem Jugendliche Unterstützung in Problemfällen finden und an dem sie eine „gute Zeit“ außerhalb der eigenen vier Wände verbringen können. Diese zwei Ziele bildeten das Grundgerüst für die Etablierung eines Jugendhauses. Der (politische) Wunsch danach war parteiübergreifend vorhanden, das zeigte sich auch in der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Der Beschluss, das Jugendhaus im „Das Schwechater“ in der Wiener Straße unterzubringen, fiel einstimmig. Die Grünen freuten sich in Person von Stadtrat Simon Jahn über die Umsetzung und sein Fraktionskollege Max Lang sprach von einem guten Konzept.

ÖVP-Stadtrat Anton Imre war vom Projekt gar „begeistert“. Einhellig wurde zudem das „proaktive“ Einbinden aller Fraktionen durch Jugendstadtrat Marco Luksch (SPÖ) betont. Ihm wäre es wichtig gewesen, „verschiedene Perspektiven“ einzuarbeiten, kam umgehend das Retour-Lob.

Das Jugendhaus war das erste Projekt, das ich in Angriff genommen habe.“ SPÖ-Jugendstadtrat Marco Luksch

„Das Jugendhaus war das erste Projekt, das ich in Angriff genommen habe“, unterstreicht der seit dem Vorjahr amtierende Jugendstadtrat im Gespräch mit der NÖN. Betriebsstart soll im September sein, allerdings steht dahinter noch ein kleines Fragezeichen – denn noch ist die Sozialpädagogische Betreuungs- und Beratungsstelle Schwechat (SOPS) im „Das Schwechater“ untergebracht. Zwar ist deren Umzug in die Sendnergasse schon fix, allerdings könnte es bis September knapp werden.

Stadtrat Marco Luksch
Stadtrat Marco Luksch weiß um die Herausforderung, das Jugendhaus bei der Zielgruppe zu etablieren.
Gerald Burggraf

Die Betreuung des Jugendhauses übernimmt die Jugendabteilung des Regionalentwicklungsvereins „Römerland Carnuntum“. Die Jugend-Streetworker werden schon bisher vom Römerland gestellt, das Jugendhaus kommt nun als Aufgabe dazu. Geplant sind zwei bis drei Öffnungstage pro Woche. „Im Winter werden es eher drei sein“, sagt Luksch. Wichtig ist den Stadtverantwortlichen, dass einmal am Freitag oder Samstag offen ist. Die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 23 Jahren.

Im Jugendhaus wird es ein Wochen- und Monatsprogramm geben, zudem können die Räumlichkeiten für Workshops, Filmabende oder Ähnliches genutzt werden. „Eine Disco wird es aber definitiv keine“, will Benjamin Hutter, Leiter der Abteilung „Kultur und Familie“ im Rathaus, betont wissen. Zudem würden die Jugendlichen stets beaufsichtigt. Dennoch soll ein Anrainerinformationsprozess gestartet werden. Das Jugendhaus-Konzept wird außerdem in Zukunft regelmäßig einer Evaluierung unterzogen.