Gärtnergasse: Einspruch gegen Umfahrungsstraße. Mit dem anvisierten Baubeginn 2022 könnte es damit nichts werden. Der Einspruch kommt nun vor das Landesverwaltungsgericht.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 22. Januar 2021 (15:03)
So soll die Spange Kledering verlaufen.
Land NÖ

Das Landes-Straßenprojekt "Spange Kledering L2070" soll eine Direktverbindung vom Simmeringer Betriebsgebiet Ailecgasse und Sophie Lazarsfeld-Straße zur Klederinger Straße außerhalb des Ortsgebiets schaffen. Damit wäre auch eine Anbindung an die S1 gegeben.

Ein Projektgegner hat den straßenrechtlichen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Bruck für die Umfahrung jedoch beeinsprucht. Daher ist nun das Landesverwaltungsgericht am Zug, bis zu dessen Entscheidung ruht das Verfahren erst einmal. Ein Baubeginn 2022 könnte damit in weite Ferne rücken.

Nicht alle freuen sich über Projekt-Variante

Die "Spange Kledering" war ursprünglich größer angedacht, wurde aber aus Kostengründen zusammengestutzt. Auch das freut nicht jeden Anrainer. Denn sie Straße rück so näher an die Siedlung. Zudem ist eine Fertigstellung sowieso erst 2030 realistisch. Ein Verkehrsexperte der TU Wien riet sogar von der L2070 ab und empfahl eine Sperre der Gärtnergasse. Die SPÖ-Stadtregierung hält die Umfahrung hingegen für die beste Lösung.

Generell soll mit der Umfahrung auch dem illegalen Durchzugsverkehr durch die Gärtnergasse Einhalt geboten werden. Laut Anrainern nimmt dieser, trotz Lockdown, aktuell wieder massiv zu. Zudem fürchten einige Siedler den angekündigten 'Werks-Umsiedlung der Firma Ankerbrot ins Simmeringer Betriebsgebiet. Dieser soll in drei bis fünf Jahren über die Bühne gehen.