43-Jähriger wegen Suchtmittelhandels verurteilt. Wegen Suchtmittelhandels ist ein 43-jähriger Mann am Donnerstag am Landesgericht Korneuburg zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte 43.104 den Wirkstoff Tramadol enthaltende Tabletten im Gepäck, als er am 8. November 2017 bei der Einreise auf dem Flughafen Wien in Schwechat angehalten wurde.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 09. August 2018 (12:29)
APA (Archiv/Fohringer)
Das Landesgericht Korneuburg

Laut der Staatsanwältin handelte es sich insgesamt netto um mehr als zwei Kilogramm Tramadol und damit um die fast 54-fache Menge des Grenzwerts nach den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes. Der indische Staatsbürger habe angegeben, nicht gewusst zu haben, dass diese Einfuhr illegal sei - aus Sicht der Anklägerin allerdings eine Schutzbehauptung.

"Es war ein großer Fehler", zeigte sich der Angeklagte reuig. Er habe die Medikamente von einem befreundeten Apothekenbesitzer erhalten und wollte sie hierzulande verkaufen. Die in indischen Geschäften erhältlichen Tabletten würden "speziell hart arbeitenden Männern gegen allgemeine Schmerzen" helfen, ließ der bis dahin unbescholtene Geschäftsmann und Familienvater via Dolmetscher wissen.

Nach der Kontrolle blieb der Beschuldigte auf freiem Fuß und versprach, am folgenden Tag zur Vernehmung zu kommen. Das tat er jedoch nicht, sondern er flog wieder zurück, hielt ihm die Richterin vor. Die Polizei sei "so nett" gewesen - er habe gedacht, sein Erscheinen sei nicht nötig, gab der Mann an. Das sei ebenfalls ein großer Fehler gewesen, meinte der 43-Jährige. Er wurde in der Folge aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen.

Der Mann wurde zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, davon wurden 16 Monate bedingt nachgesehen. Acht Monate muss er absitzen, wobei die U-Haft seit Ende April angerechnet wird. Die Entscheidung des Schöffensenats ist rechtskräftig.