Kurzparkzone: Grüne und ÖVP üben Kritik

Die Schwechater Grünen sind für eine schrittweise Einführung der Kurzparkzone. Volkspartei ist Parkpickerl zu teuer.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:38

Die Opposition ist ob der geplanten flächendeckenden Kurzparkzone für ganz Schwechat gespalten. Die kleinen Oppositionsparteien FPÖ, NEOS und „Gemeinsam für Schwechat“ (GfS) sehen die Pläne der SPÖ-Stadtregierung durchwegs positiv (siehe Artikel Seite 16). Grüne und ÖVP, mit je sechs Mandaten im Gemeinderat vertreten, urteilen differenzierter.

Zwar betonen deren Vertreter Peter Pinka und Anton Imre, dass sie eine Ausdehnung der Kurzparkzone begrüßen, allerdings nicht unbedingt in der SPÖ-Form. Für Grünen-Stadtrat Pinka ist die flächendeckende Ausrollung überzogen.

Grüne sehen nicht überall Bedarf

„Eine einzige ‚Grüne Zone‘ für ganz Schwechat inklusive der Katastralgemeinden führt auch zu einer Erhöhung des innerstädtischen Autoverkehrs“, mahnt er. Die Öko-Partei würde lieber mit „Grünen Zonen“ in Zentrumsnähe und um die Bahnhöfe starten. In Rannersdorf, Mannswörth oder Kledering gebe es laut Grünen, abgesehen von den Bahnhofsbereichen keinen Bedarf, genauso wie in den Randzonen Schwechats.

Bei der SPÖ sieht man das allerdings anders. Eine schrittweise Einführung kommt für Bürgermeisterin Karin Baier und Verkehrsstadtrat Walter Schaffer nicht infrage. „Das ist die einzig gangbare Variante“, ist Baier überzeugt. Würde die Kurzparkzone nur in Teilbereichen gelten, fürchtet das Regierungsteam einen Verdrängungseffekt innerhalb der Stadtgrenzen. Als Negativ-Beispiel dient dabei das angrenzende Simmering.

SPÖ: Mit Kosten im eher unteren Drittel

Die ÖVP stört sich hingegen in erster Linie an den Parkpickerl- Kosten für Schwechater. Den Preis von 120 Euro pro Jahr für die „Grüne Zone“ bezeichnet Stadtparteichef Anton Imre als „Abzocke“. Die Volkspartei fordert Jahreskosten von 30 bis maximal 60 Euro.

Das sorgt bei SPÖ-Verkehrsstadtrat Schaffer für Unverständnis: „Bei der Präsentation im Stadtrat hat die ÖVP nichts dagegen gehabt“, kontert er. Zudem habe man sich mit den 120 Euro an vergleichbaren Gemeinden orientiert und befinde sich dennoch im unteren Drittel. Zudem fließe jeder Cent aus den Einnahmen direkt in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Schwechat.