Schwechat

Erstellt am 19. Januar 2017, 04:51

von Otto Havelka

Launige Tonkünstler beim Neujahrskonzert. Die NÖ Tonkünstler präsentierten im Multiversum ihr Neujahrskonzert aus dem Wiener Musikverein.

Dirigent Philipp Pointner führte mit Witz durchs unterhaltsame Konzert.  |  Havelka

Da staunte das Publikum, als Dirigent Philipp Pointner während des Neujahrskonzertes am Dienstag vergangener Woche im Multiversum die Zuhörer aufforderte, ihre Handys einzuschalten. Zur Komposition „Klingeltöne“ des Tonkünstler-Geigers Leopold Schmetterer sollten sie die ihrer Handys dazu spielen.

Und auch sonst hatte Pointner ein paar pointierte Einlagen parat. Vor der Polka „Am Donaustrande“ von Johann Strauß erklärte er, „wo ein Burkini-Verbot Sinn macht: am FKK-Strand“.

Unterhaltsam waren aber nicht nur die Einlagen, sondern auch das musikalische Programm, das fast ident war mit dem des Neujahrskonzertes der Tonkünstler im ehrwürdigen Wiener Musikverein.

Da fand sich neben einem temperamentvollen Fusions-Csardas aus Béla Bartóks „Ungarischen Bilder“ und der Polka „Eljen a Magyar“ von Johann Strauß Sohn ein abwechslungsreiches Programm von Operetten-Melodien, Walzern, Polkas und Opern-Arien.

Die deutsche Sopranistin Annika Gerhards, die vergangenes Jahr auch mit einem Liederabend im Musikverein Wien debütierte, sorgte sowohl mit der Arie „Ah! Je ris de me voir“ aus Gounods Oper „Faust“ wie auch mit dem „Frühlingsstimmen“-Walzer von Johann Strauß Sohn für stimmliche Highlights an einem hochklassigen Konzertabend.

Und wie sollte ein Neujahrskonzert anders zu Ende gehen als mit einer Polka von Josef Strauß („Im Fluge“) und dem „Radetzky Marsch“ zum eifrigen Mitklatschen.