Mit Fackeln für soziale Errungenschaften. Traditionell einen Tag vor dem 1. Mai findet in der (früher noch deutlich größeren) roten Hochburg Schwechat der Fackelzug statt.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 01. Mai 2018 (09:58)
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Auch heuer versammelten sich die Sozialdemokraten vor dem Rathaus, um ihrer Partei und ihrer Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Neben Stadtparteiobmann David Stockinger und Bürgermeisterin Karin Baier richteten dieses Mal der oberste rote Bundesvertreter der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG)  und Vorsitzende der Produktionsgewerkschaft Rainer Wimmer sowie Traiskirchens Stadtchef Andreas Babler ihre Worte an die SPÖ-Mitglieder.

Sie beschworen allesamt die Stärke der Sozialdemokratie und wetterten gegen die Pläne der VP-FP-Bundesregierung und deren aus ihrer Sicht stattfindenden Sozialabbau. „Jene soziale Errungenschaften, die die Arbeiterschaft hart erkämpft hat, werden heute infrage gestellt. Und zwar von jenen, die es sich richten können. Wir müssen eine Stimme jener sein, die das nicht können“, polterte etwa Parteichef Stockinger. Baier verwies wiederum auf den Anlass des 1. Mai-Aufmarsches 1890, bei dem die Arbeiterschaft die Acht-Stunden-Woche forderte. „Muss ich dazu noch etwas sagen?“, fragt sie in die Runde.

Ähnlich lauteten auch die Reden von Wimmer und Babler. Anschließend wurden die Fackeln entzündet und eine kleine Runde durch Schwechat gedreht, um am Ende wieder am Rathausplatz zu landen. Dort wartete die Junge Generation der SPÖ (JG) mit einem Eierspeis-Essen für die Teilnehmer auf.