Mondlandschaft am Brauerei-Areal

Bagger gehören seit Monaten zum Bild am Areal der Brauerei Schwechat. Noch wird aber nur abgerissen. Ammersin-Verteilerzentrum in Endplanung.

Gerald Burggraf
Gerald Burggraf Erstellt am 12. September 2021 | 05:49

Ein Erdhügel neben dem anderen. Dann wieder kahl-staubige Flächen. Und noch dazu ein paar mit Unkraut bewachsene Stellen. Dass auf diesem Teil-Areal der Brauerei einmal ein Verteilerzentrum samt Büros und etwa 10.000 m 2 Lagerfläche stehen wird, ist derzeit nur zu erahnen.

Konkret wird der Getränkehändler Ammersin, eine Tochter der Brauerei-Eigentümerin Brauunion, 2023 mit seinen rund 79 Mitarbeitern aus Brunn nach Schwechat übersiedeln. Das dafür vorgesehener Areal erstreckt sich von der Klederinger Straße – von hier aus werden die An- und Abfahrten erfolgen – bis zur Mautner Markhof Straße.

Aushub wird für künftigen Lärmschutz verwendet

Ein altes, ungenutztes Gebäude wurde bereits abgerissen, ebenso ein mittlerweile übersiedeltes Abwasserbecken. Derzeit laufen die Abbrucharbeiten bei den ehemaligen Tennisplätzen. Konkret geht es hier noch um Beton- beziehungsweise Asphaltflächen und darunter liegende Erdreich. „Der Aushub wird direkt für den künftigen Lärmschutzwall verwendet“, berichtet Braumeister Andreas Urban.

Zudem sind aktuell Archäologen und Kampfmittel-Spezialisten vor Ort. Allerdings wurde bisher weder historisch wertvolles noch Bomben oder Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, hält er gegenüber der NÖN fest. „Im vierten Quartal wird die Umsetzung des Verkehrskonzeptes auf dem Areal erfolgen. Das Distributionszentrum ist noch in der Endplanung“, erklärt Urban weiter.

Bereits langfristig gedacht, war die bereits erfolgte Erneuerung der Gleisanlagen von der Klederinger Straße weg. „Die alten Gleise waren sanierungsbedürftig“, weiß der Braumeister. Daher wurden sie auf einer Länge von 50 Metern ersetzt.