Musikalische Vordächer: Notenhaus in der Schubertstraße. Baumeister Manfred Leiner und Architekt László Krizmanics brachten Schuberts „Forelle“ nach Schwechat.

Von Brigitte Wimmer. Erstellt am 23. Februar 2020 (05:55)
Die Noten zu Schuberts Lied der Forelle sind an den Vordächern der Stiegenhaus-Fenster am Haus in der Franz Schubert Straße 2a abzulesen.
Brigitte Wimmer

Biegt man bei einem Spaziergang von der Ehrenbrunngasse in die Schubertstraße ein, zahlt es sich seit Kurzem aus, einen Blick nach oben zu werfen. Denn am neuen Haus der Schubertstraße 2a, in dem unter anderem die neue Filiale der Oberbank untergebracht ist, kann man an den Vordächern der Stiegenhausfenster die Noten von Schuberts Lied „Die Forelle“ ablesen.

Das Haus gehört zur Schwechater Leiner-Group und auch die Idee der Noten-Fensterdächer entwickelten Baumeister Manfred Leiner und sein Architekt László Krizmanicsi bei einer Baubesprechung vor Ort. „Die wellenförmige Anordnung der Stiegenhausfenster hat uns auf die Idee gebracht, hier den Bezug zu Schubert und zur Schubertstraße mit dem bekannten Lied der Forelle herzustellen“, berichtete der Baumeister im Gespräch mit der NÖN.

Ein Musiker übernahm die Organisation für das Projekt und die Glasbaufirma Bernhard in Wiener Neustadt fertigte die Klarsichtvordächer für das Haus. Eine bedruckte Folie mit Noten wurde dabei zwischen zwei Glasplatten gepresst und als Vordach befestigt. „Erstens ist Glas ein sehr gutes Material für diese Art von Vordächern, und zweitens leuchten die Noten am Abend besonders schön, wenn das Stiegenhauslicht brennt“, erklärte Architekt Krizmanicsi.

Es ist sein erstes Haus, an dem er Musiknoten anbringen ließ. Leiner erzählt lachend: „Letztens traf ich eine Kundin beim Notar in der Schubertgasse, diese ist Mitglied des Musikvereins Wien, und sie fing gleich beim Betreten des Hauses laut die Forelle zu singen an.“