Nudeln & Co. gehen im Sozialmarkt aus

Erstellt am 17. Mai 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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Sozialmarkt-Standortleiterin Michaela Bruhs, die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Gabriele Feger und Elfriede Urbanek sowie Bereichsleiterin Ruth Sacher würden sich über Unterstützung freuen. Freiwillige Helfer und Unternehmen, die das Projekt mit Waren oder Dienstleistungen unterstützen möchten, sind sehr willkommen.
Foto: Brigitte Wimmer
Der Sozialmarkt Schwechat unterstützt Menschen mit geringem Einkommen.
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„Heute gibt es bei uns Spaghetti Bolognese“, zum Hieressen oder zum Mitnehmen berichtete Gabriele Feger letzten Freitag beim NÖN-Lokalaugenschein im Sozialmarkt Schwechat in der Gladbeckstraße 1.

Sie ist ehrenamtliche Mitarbeiterin des Sozialprojektes. Der Markt, auch „Soma“ genannt, ist eine Einrichtung der Volkshilfe Niederösterreich und der Service Mensch GmbH. Er stellt Menschen mit besonders niedrigem Einkommen, Grundnahrungsmittel und Waren, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder transportbeschädigt sind, gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung.

Am Freitagvormittag bildete sich schon eine lange Warteschlange vor der Kasse des kleine Sozialladens, der Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 13 Uhr geöffnet ist. „Es kommen jetzt sicher 30 bis 35 Prozent mehr Kunden zu uns, seit Lebensmittel und Wohnen so viel teurer geworden sind“, berichtet Sozialmarkt-Bereichsleiterin Ruth Sacher.

Lebensmittelspenden werden leider immer weniger

Sie ist für die beiden Volkshilfe-Märkte in Schwechat und Wiener Neustadt verantwortlich. Standortleiterin in Schwechat ist Michaela Bruhs. Mit einem Einkommensnachweis erhalte, laut Sacher, jede oder jeder, der oder dem bis zu 1.371 Euro netto im Monat zur Verfügung stehen, einen Einkaufspass. Bei einem Zweipersonen-Haushalt darf das gemeinsame Einkommen 1.992 Euro betragen und für jedes Kind darf man noch einmal 398 Euro hinzuzählen.

Die Schwestern Gabriele Feger und Elfriede Urbanek arbeiten regelmäßig ehrenamtlich im Soma Schwechat. „Lebensmittelspenden werden leider auch immer weniger“, sorgt sich hier Urbanek.

Denn das Konzept, Produkte die nicht mehr verkauft werden können, aber funktionstüchtig und verzehrbar sind, aus dem Handel, der Industrie oder auch aus bäuerlichen Betrieben zu generieren, hat Schule gemacht. Laut den Mitarbeiterinnen gäbe es immer mehr Organisationen, aber auch wirtschaftlich motivierte Start Ups die sich um diese Art von Lebensmittel bemühen.

„Uns gehen vor allem Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Gewürze und Hygieneartikel wie Toilettenpapier oder Duschgel aus“, so Urbanek. Verlässliche Partner und Spender für den Sozialmarkt in Schwechat seien aber die Schwechater Mühle „Good Mills Österreich“ und die Zuckerfabrik Agrana.

„Wir bekommen auch immer wieder Gemüse von der Gärtnerei Jelinek und Thomas Aschenbrenner vom Gasthaus Felmayer, spendet auch hin und wieder Speisen für unseren Mittagstisch“, erzählt Sacher.

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