Polit-Comeback für Paul Haschka bei NEOS. Christoph Mautner Markhof kehrt der Stadtpolitik aus privaten und beruflichen Gründen den Rücken. Der Ex-Grüne Paul Haschka wird ihn nun im Gemeinderat ersetzen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 18. Mai 2021 (06:36)
Christoph Mautner Markhof (l.) übergibt sein Mandat an Paul Haschka.
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Mit dem Mandatsverzicht am Montag macht es Christoph Mautner Markhof offiziell: Der bisherige Gemeinderat der NEOS zieht sich auf der Politik zurück. Das hat zwei rein persönliche Gründe, wie er im NÖN-Gespräch festhält.

Einerseits hat sich sein Vater Michael mittlerweile weitgehend aus dem Tennishallen-Betrieb in Rannersdorf zurückgezogen und Christoph Mautner Markhof führt die Geschäfte nun alleine. Andererseits hat sich sein privater Lebensmittelpunkt von Schwechat nach Seibersdorf verlagert. „Das ist aus meiner Sicht mit einer politischen Tätigkeit in Schwechat nicht vereinbar“, hält er fest.

Sechs Jahre Stadtpolitik haben ein Ende

Die vergangenen sechs Jahre in der Stadtpolitik bezeichnet Mautner Markhof als „schönes Erlebnis“ und betont, er habe stets versucht, sich einzubringen. „Einen Dank für die gute Zusammenarbeit möchte ich auch an die Bürgermeisterin Karin Baier richten“, sagt der bisherige NEOS-Mandatar.

An seiner Stelle wird ein alter Bekannter in den Gemeinderat nachrücken. Der ehemalige Grüne Paul Haschka feiert ein Comeback. Bis 2019 war er Teil der Grünen-Fraktionen, danach verließ er die Partei um als fraktionsloser Mandatar bis zur Wahl 2020 weiterzumachen. Dort kandidierte der 57-Jährige auf dem pinken Listenplatz 2.

Doppelter Haschka im Gemeinderat

Als „politikinteressierter Mensch“ will er sich für bessere Bildungschancen sowie mehr Investitionen in neue Energien einsetzen. „Mir ist auch wichtig, dass viele Ideen einfließen, um die Finanzkrise in Schwechat zu meistern“, erklärt er.

Kurioses Detail am Rande: Mit Haschkas Rückkehr sitzen nun zwei Generationen der Familie im Gemeinderat. Denn Paul Haschkas Sohn Benjamin ist Teil der SPÖ-Fraktion im Gremium.