Polizisten mit Heugabel attackiert. Nächtlicher Einsatz der Schwechater Exekutive endet mit wilden Szenen vor Wohnhaus in der Himberger Straße. Beschuldigter biss Beamten.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 06. März 2020 (06:19)
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Symbolbild
Shutterstock-Anton Mykhailo

Wilde Szenen spielten sich Samstagnacht vor einem Wohnhaus in der Himberger Straße ab. Der beschuldigte Ukrainer soll zuvor am Polizeinotruf mehrmals mit Bombenanschlägen, etwa im Wiener Prater, gedroht haben.

Die zuständige Leitzentrale in der Bundeshauptstadt kontaktierte daraufhin die Polizeiinspektion Wiener Straße. Ein Beamter erkannte den 50-jährigen, daraufhin fuhren mehrere Streifenwagen kurz nach 1 Uhr aus, um ihn festzunehmen. Bereits zuvor wurde er über das Telefon angerufen und gebeten, freiwillig nach draußen zu kommen. Dem kam er aber nicht nach. Vor Ort öffneten die Beamten ein Fenster der Wohnung und konnten sogar kurz mit dem Ukrainer sprechen. Allerdings gab er nur wirre Aussagen von sich. Plötzlich verschwand er und drohte den Polizisten mit einer Heugabel. Die Beamten gingen in Deckung.

Anschließend stürmte der 50-Jährige ins Freie und ging mit der Heugabel auf einen der Polizisten los. Trotz mehrmaliger Aufforderung soll er die „Waffe“ nicht weggesteckt haben und sich weiter aggressiv verhalten haben. Dem Beamten gelang es jedoch, dem Beschuldigten den Vierzack zu entreißen, dabei kam es zu einem Handgemenge. Dabei soll er den Beamten mit den Fäusten gegen den Kopf geschlagen sowie ihn in den Daumen der linken Hand gebissen haben. Ein zweiter Polizist eilte zu Hilfe und gemeinsam wurde der Mann am Boden fixiert.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung wurde keinerlei Sprengstoff gefunden. Der Ukrainer soll bereits aktenkundig sein und an einer psychischen Störung leiden. Er wurde auf freiem Fuß wegen gefährlicher Drohung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung angezeigt. Aufgrund eines ärztlichen Attests brachte man den Mann in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Neunkirchen.