Primärversorgungszentrum ist fix.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 29. Juni 2018 (12:40)
NLK Pfeiffer
Präsentierten die geplanten Gesundheitszentren in NÖ: Landesrat Martin Eichtinger, NÖ GKK-Obmann Gerhard Hutter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Präsident der NÖ Ärztekammer, Christoph Reisner (v.l.n.r.) 

Mit dem offiziellen OK von Ärztekammer, NÖ Gebietskrankenkasse und Land steht der Etablierung eines Primärversorgungszentrums (PVZ) in Schwechat nichts mehr im Weg. Die drei Institutionen gaben die Einrichtung von insgesamt sechs neuen Gesundheitseinrichtungen bekannt. Neben den Initiatoren und Allgemeinmedizinern Robert Grubmüller und Martin Ruttner werden in der Braustadt weitere zwei bis drei praktische Ärzte Teil des Gesundheitsteams sein.

Zudem werden dort diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, Ordinationsassistenten und Personen aus mindestens drei andere Gesundheitsberufe wie Logopädie, Physiotherapie oder Diätologie arbeiten. Der Start für das Schwechater PVZ ist für 1. Jänner 2019 geplant.

Weitere Standorte in NÖ

Abgesehen von Schwechat wird es zeitnah auch Projekte in Böheimkirchen und St. Pölten geben. Darüber hinaus sind weitere drei Einrichtungen in der Nähe von oder in einem NÖ Landesklinikum sowie Einrichtungen, die als Netzwerk organisiert sind, geplant. Die Finanzierung übernimmt überwiegend die NÖ Gebietskrankenkasse, unter Co-Finanzierung des Landes Niederösterreich. Nach einer laufenden Evaluierung sollen die Pilotprojekte in den Regelbetrieb gehen.

Die Ordinationen sind mindestens 50 Stunden in der Woche ganzjährig geöffnet – von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr, in Zukunft werden auch Randzeiten abgedeckt, ohne Schließtage wochentags. Gesundheitszentren werden als wertvolle Ergänzung zum Netz an Hausärzten und Allgemeinmedizin-Gruppenpraxen gesehen und sollen helfen, die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich zu verbessern und den Patienten eine Alternative zu den stark in Anspruch genommenen Ambulanzen anzubieten.