Rathaus-Verwaltung wird durch Abteilungen ersetzt. Unübersichtliche Rathaus-Verwaltung wurde durch zehn klar eingeteilte Abteilungen ersetzt. Umsetzung mit 1. November.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 13. Oktober 2017 (04:26)
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Stadtgemeinde Schwechat

Statt Geschäftsbereichen, Stabsstellen, Gruppen und Abteilungen wird es im Rathaus ab November nur zehn zentrale Abteilungen geben. Diese werden dann nach ihrem jeweiligen Aufgabengebiet noch Fachbereiche unter sich vereinen (siehe Grafik oben).

Das Ziel der Organisationsreform ist es, die Struktur transparenter und für den Bürger leichter nachvollziehbar zu gestalten. „Wir planen zudem, Abteilungen mit viel Parteienverkehr im Erdgeschoß anzusiedeln“, so SP-Bürgermeisterin Karin Baier. Mit der neuen Organisation gehen natürlich auch personelle Änderungen einher. Wer die jeweiligen Abteilungsleiter sein werden, will man im Rathaus noch nicht sagen – fix sind sie zwar schon, man verweist jedoch auf die noch ausstehende offizielle Info an die Mitarbeiter.

"Einige Pensionierungen in den nächsten drei bis fünf Jahren"

Bereits durch ist die Reform im Gemeinderat, einstimmig wie Baier festhält. Ursprünglich hätte die neue Struktur mit 1. Oktober in Kraft treten sollen, die von der Opposition gesprengte Sitzung vor knapp zwei Wochen verhinderte diesen Plan. Die Reform hätte im nicht-öffentlichen Teil beschlossen werden sollen, nachdem die Sitzung zuvor jedoch beendet werden musste, konnte sie erst in der Vorwoche beschlossen werden. Somit kann sie erst mit November in Kraft treten.

Neben einem übersichtlichen Antlitz bringt die neue Organisation auch Einsparungen. So wird es neben Bürgermeisterin und Stadtamtsdirektor lediglich zehn Führungspositionen geben. Zudem sind diese finanziell niedriger eingestuft. Kurzfristige Einsparungen wird es dadurch aber keine geben, denn „es wäre nicht fair, den Leuten jetzt einfach weniger zu zahlen, als sie bisher bekamen“, so Baier. Daher habe man eine soziale Abfederung eingezogen.

Bei Nachbesetzungen wird die niedrigere Einstufung jedoch schlagend. „In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir einige Pensionierungen haben“, erwartet die Stadtchefin eine mittelfristige Kostensenkung.