Golfrange: Einbrüche sind endlich geklärt

Ungar (48) dürfte 39 Mal in Golfclubs und Restaurants eingestiegen sein. Darunter alleine sieben Mal in Schwechat. Von Stefan Obernberger

Stefan Obernberger Erstellt am 23. November 2016 | 03:08
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Golfrange Schwechat
Drei Mal im Jänner sowie je einmal im April, Juni, August und September wurde die Schwechater Golfrange an der B 10 von einem Einbrecher heimgesucht. 
Foto: NÖN

Aufatmen können nun die Betreiber der Golfplatzanlagen der Region, allen vor an in Schwechat und Götzendorf, aber auch etwa in Achau. Denn das monatelange Ärgern über das kriminelle Handwerk von Einbrechern dürfte ein Ende haben.

Ein Mann aus Ungarn soll allein sieben Mal in Schwechat – die NÖN berichtete – und viermal in Götzendorf zugeschlagen haben. Langwierige Ermittlungen und aufwendige Spurenauswertung haben sich nun gelohnt. So konnte der Verdächtige jüngst ausgeforscht und festgenommen werden.

Insgesamt gehen laut Landespolizeidirektion NÖ (LPD) 39 Einbrüche, die in der Zeit von Jänner bis Oktober dieses Jahres verübt wurden, auf das Konto des 48-Jährigen. Die Tatorte lagen laut Ermittlern in fünf Bundesländer. Erbeutet wurden Bargeld, Laptops, Golfzubehör, hochwertige Ferngläser sowie vier Pkw, wobei der Gesamtwert rund 190.000 Euro betrug. Der entstandene Sachschaden wird mit einer Summe von 104.000 Euro beziffert.

„Golfplatz-Phantom“ in Ungarn festgenommen

Am 11. Oktober klickten schließlich nach umfangreichen Ermittlungen, an denen auch die Schwechater Kriminalpolizei intensiv beteiligt war, für den einschlägig Vorbestraften mittels europaweitem Haftbefehl in seinem Heimatland die Handschellen. „Er verbüßte bereits mehrjährige Haftstrafen in England“, so Johann Baumschlager von der LPD. Der ungarische Staatsbürger zeigte sich geständig und sitzt seit seiner Verhaftung in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft.

Christoph Schneeberger, Standortleiter der Golfrange Schwechat zeigt sich im Gespräch mit der NÖN erleichtert: „Natürlich bin ich nach den etlichen Einbrüchen und dem Aufwand, der damit jedes Mal verbunden war, froh und den Kriminalisten dankbar, dass der Täter jetzt ausgeforscht werden konnte. Ich hoffe nun auf einen ruhigeren Winter.“