Russin zuckte aus und verletzte Polizisten. 41-Jährige geriet während einer Kontrolle n Schwechat in Panik und schlug zu. Vor Gericht kam sie mit 2.000 Euro Geldstrafe davon.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 06. März 2021 (04:55)
Weingartner-Foto

Eine Polizeikontrolle am 19. Dezember des Vorjahres im Umland von Schwechat lief gehörig aus dem Ruder. Am Ende waren zwei Beamte des Stadtpolizeikommandos verletzt und einer 41-Jährigen drohte eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Die gebürtige Russin hatte sich deshalb kürzlich vor Richter Manfred Hohenecker am Landesgericht Korneuburg zu verantworten.

Tatkräftig unterstützt wurde die Angeklagte dabei von ihrem Rechtsvertreter Josef Sailer. Der Brucker Anwalt führte im Rahmen seiner Verteidigungsstrategie sowohl die psychischen Probleme seiner Mandantin ins Treffen, als auch die Schuldeinsichtigkeit der 41-Jährigen. Davon überzeugte sich Hohenecker auch selbst, ehe er der Frau „die mildeste Form des Gerichts“ anbot – eine Diversion, was bei dieser Art von Delikten selten der Fall ist.

„Ich war in Panik“, erklärte die 41-Jährige, da sie dachte, es würde sich um falsche Polizisten handeln. Solche Panikattacken hätte sie seit der Geburt ihres Kindes immer wieder, gab sie an. Der reuige Eindruck den der Richter darüber hinaus gewinnen konnte, reichte ihm. Letztendlich musste die Frau 1.000 Euro als Geldstrafe ans Gericht zahlen, und je 500 an die zwei verletzten Polizisten.