Satirefest bietet 2020 große Bandbreite. Sprachkünstler, Kabarettisten und Satiriker trainieren bis Februar Schwechats Lachmuskeln im Forum.

Von Brigitte Wimmer. Erstellt am 15. Januar 2020 (09:16)
Der Lyriker Michael Feindler übte mit Reimen messerscharfe Kritik an der Gesellschaft.
B. Wimmer

Heuer findet das Schwechater Satirefestival, das am Mittwoch eröffnet wurde, zum 19. Mal statt. Laut Theaterdirektorin Manuela Seidl-Fischer sind schon 80% der Karten verkauft. Das heißt, 3.500 Zuschauer haben sich schon für einen oder mehrere satirische Abende oder für ein Kabarettprogramm Tickets gesichert.

Eröffnet wurde das Festival durch den Freiburger Lyriker Michael Feindler mit sozialkritischen Pointen, verpackt in Gedichte, die an Rainer Maria Rilke erinnerten. Gery Seidls „Hochtief“ war danach ausverkauft und auch Gerald Fleischhacker und Stefan Haider waren ebenfalls gut besucht. Das Duo Peter & Tekal füllte ebenfalls das Theater. Norbert Peter (der eine Teil des Duos) wird noch ein Soloprogramm am 20. Februar nachlegen und mit „Entsichert“ ein Medizinkabarett präsentieren. Besonders spannend macht es ein deutscher Kabarettist am 17. Jänner.

Sein Name darf laut Theaterchefin Seidl nicht verraten werden. Das Programm des Ungenannten heißt „Mein Leben nach dem Tod“. Mit schwarzem Humor und dunkler Kutte wirbt der Kabarettist für das Tabuthema Sterben.

Vom Duo BlöZinger bis zu Roland Düringer

Die ehemaligen CliniClowns Robert Blöchl und Roland Penzinger, bekannt als „Duo BlöZinger“, werden am 18. Jänner in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und setzen damit ein Best-of ihrer sieben vergangenen Programme in Szene.

Ein guter Mix aus bekannten heimischen Kabarettgrößen wie Josi Prokopetz, Alfred Aigelsreiter (von den „Brennesseln“), Fredi Jirkal und Roland Düringer sowie Comedy-Newcomer Thomas M. Strobl, Clemens Maria Schreiner, Christoph Fritz und Sonja Pikart bringen Humor und Gedankenexperimente auf die Bühne des Theater Forum Schwechat. Für einige Programme gibt es noch Restkarten.