Schlüssel an erste Jung-Mieterin übergeben. Stadtgemeinde vergab erste Gemeindewohnung an junge Schwechaterin. Mietpreis deutlich niedriger als am Markt.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 23. Mai 2018 (10:21)
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Bürgermeisterin Karin Baier (l.) und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl übergaben Stefanie Henkel den Schlüssel zu ihrer Wohnung.
Gemeinde/ Dejan Mladenov

Ursprünglich waren Starterwohnungen eine Forderung der Schwechater Jungen Generation der SPÖ (JG). Die rot-grüne Stadtführung nahm die Idee auf und brachte im November die Einführung von Billigstwohnungen für Schwechater bis 24 Jahre einstimmig durch den Gemeinderat.

Am Dienstag konnten nun die Schlüssel der ersten Starterwohnung übergeben werden. Stefanie Henkel darf sich über eine Ein-Zimmer-Wohnung zum beachtlich günstigen Mietpreis von nur knapp 200 Euro pro Monat (exkl. Betriebskosten) freuen. Ihre neue Bleibe am Rathausplatz 8a verfügt zudem über eine Küchenzeile und wurde im Vorfeld von der Stadtgemeinde renoviert.

"Heute ist das für viele junge Menschen nicht leistbar"

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, jungen Schwechatern den Zugang zu kostengünstigem Wohnraum zu erleichtern“, erläutert Bürgermeister Karin Baier (SP). Sie kündigt an, dass die Vergabe einer zweiten Starterwohnung in Kürze folgen wird.

Begeistert zeigt sich auch Landeshauptfrau-Stellvertreter und SPÖ-Landeschef Franz Schnabl, der bei der Schlüsselübergabe anwesend war. „Früher war es normal, mit Anfang 20 auszuziehen. Heute ist das aber für viele junge Menschen einfach nicht mehr leistbar“, weiß er.

Starterwohnungen sind im Schwechater Modell schwer zu vermittelnde Gemeindewohnungen mit maximal 40 m2 zu einem Mietpreis von 5 Euro pro m2 und befristet auf drei Jahre. Die Kaution ist zudem von vier auf zwei Monatsmieten reduziert.