SP-Jugend setzt sich gegen Raddiebe zur Wehr. Junge Generation feilt an Fünf-Punkte-Konzept um Fahrraddiebstähle, vor allem beim Bahnhof, entgegenzuwirken.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 11. Juli 2018 (05:35)
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Landesparteichef Franz Schnabl (2.v.r.) unterstützt die Forderungen der Jungen Generation. Er war bei der Rad-Registrierungsaktion im Zuge der Cocktailparty der SPÖ-Sektion 1 am Wochenende vor Ort. Im Bild mit Bezirksgeschäftsführerin Sonja Sestak sowie den JG-Mitgliedern Miriam Haschka, Daniel Luksch und Benjamin Haschka.
SPÖ

Die Zahl der Fahrraddiebstähle im Schwechater Stadtgebiet stieg von 106 im Jahr 2015 auf 124 im Vorjahr. Bei der Jungen Generation der SPÖ (JG) geht man jedoch von einer weit höheren Dunkelziffer aus. Ein Großteil der Drahtesel würde am Bahnhof gestohlen werden.

„Es ist Realität, dass viele nach der Arbeit, Schule oder der Uni, ihr Fahrrad dort nicht mehr vorfinden“, hält JG-Obmann Marco Luksch fest. Daher haben es sich die jungen Sozialdemokraten zum Ziel gemacht, Akzente gegen Fahrraddiebstähle zu setzen. „Wir arbeiten derzeit an einem Fünf-Punkte-Plan“, erläutert Luksch im NÖN-Gespräch.

Den ersten Schritt hat man bereits gesetzt, so will man vermehrt Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Aus diesem Grund bewachten die Mitglieder an einem Tag von 6 bis 24 Uhr die abgestellten Fahrräder am Bahnhof. „Wir haben jeweils abwechselnd für zwei Stunden in Zweierteams aufgepasst“, erzählt der JG-Vorsitzende. Die Rückmeldungen wären durchwegs positiv gewesen.

Fahrradcodierung im Rathaus möglich

Einen zweiten Schritt, der ebenfalls in Richtung Bewusstseinsbildung geht, wurde ebenfalls schon in Angriff genommen. So will die JG Besitzer auf die Möglichkeit der Fahrradcodierung aufmerksam machen. „Jeder kann sein Rad bei der Stadtgemeinde registrieren lassen, die Rahmennummer wird dann an die Polizei weitergeleitet. Sollte das Fahrrad gestohlen werden und die Polizei es wiederfinden, kann sie es einem Halter zuordnen“, erläutert Luksch.

Weitere Schritte im Fünf-Punkte-Plan sind derzeit in Ausarbeitung. Generell soll es aber in folgende Richtung gehen:

  • Mehr Platz beim Fahrradabstellplatz am Bahnhof. Dauerhaft, weil zumeist alt oder kaputt, am Bahnhof abgestellte Räder sollen entfernt werden.
  • Die Installierung einer Überwachungskamera, die nur auf den Fahrradabstellplatz gerichtet ist. „Da müssen wir mit der ÖBB noch reden“, so Luksch.
  • Ebenfalls noch Gesprächsbedarf mit der Bahn gibt es für Punkt vier: Geht es nach der JG sollen Fahrradgaragen aufgestellt werden.
  • Eine Erhöhung der Polizeipräsenz beim Schwechater Bahnhof.

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