SPÖ fordert nach Klubaustritt ihre zwei Mandate ein. Ex-Genossen Gerhard Frauenberger und Leopold Wittmann sollen Gemeinderatssitze abgeben.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 24. Oktober 2019 (04:10)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die Landes-SPÖ fordert die ehemaligen Genossen Gerhard Frauenberger und Leopold Wittmann zumVerzicht auf ihr Mandat im Schwechater Gemeinderat auf.
Burggraf

Mit ihrem Austritt aus dem SPÖ-Klub haben Gerhard Frauenberger und Leopold Wittmann dafür gesorgt, dass die Karten neu gemischt werden. Denn nun hat die rot-grüne Stadtregierung im Gemeinderat keine Mehrheit mehr.

Burggraf

Bei umstrittenen Themen wie dem Budget oder auch der – so hört man – bevorstehenden Lösung für das Multiversum ist das natürlich prekär. Seit ihrem Austritt sitzen Ex-SPÖ-Stadtchef Frauenberger und Wittmann als „wilde“ Mandatare im Gemeinderat. Vergangene Woche kündigten die ehemaligen Genossen nun an, gemeinsam mit dem Ex-FPÖ-Mann Johann Ertl bei den Gemeinderatswahlen am 26. Jänner als Liste „Wir für Schwechat“ anzutreten. Diese Ankündigung dürfte in der SPÖ nun das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Denn der sozialdemokratische Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar fordert seine ehemaligen Parteifreunde zur „Herausgabe ihrer SPÖ-Mandate auf“.

Sitz-Blockade für SPÖ eine „Sauerei“

Trotz ihres Klub-Austritts sitzen Frauenberger und Wittmann weiter auf einem roten Ticket. „Plätze zu versitzen, die Menschen, die es ehrlich mit Schwechat meinen, mit Engagement und Leben erfüllen könnten, ist eine Sauerei“, poltert Kocevar. Obwohl Frauenberger und Wittmann aus seiner Sicht alles was sie hatten und waren, der SPÖ zu verdanken hätten, schädigen sie sie nun. In der Schwechater Stadtpartei geht man mit Kocevar d‘accord. „Wir haben ihren Austritt bereits im Sommer gefordert“, lässt Parteichef David Stockinger wissen. Der neuen Konkurrenz stehe man jedenfalls gelassen gegenüber.

Brigitte Wimmer

Sowohl Gerhard Frauenberger als auch Leopold Wittmann geben sich im NÖN-Gespräch jedoch unbeeindruckt. Eine Mandatsrückgabe kommt für keinen der beiden infrage. „Warum auch? Ich arbeite im Gemeinderat bis 26. Jänner für Schwechat und nicht die SPÖ“, erklärt Wittmann. „Dem habe ich nichts hinzuzufügen“, sieht Frauenberger die Sachlage genauso.