Stadt lehnt Kaufangebot für Multiversum ab.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 16. August 2017 (12:48)
Burggraf
Bis auf weiteres bleibt das Multiversum im Besitz der Stadtgemeinde Schwechat.

Bereits Ende 2015 wurde von der rot-grünen Stadtregierung verkündet, dass das Multiversum verkauft werden soll. Mit der Einigung in Sachen „Werner Schlager Academy“ wurde schließlich im Vorjahr der Grundstein für die Veräußerung geebnet. Wie die Stadtgemeinde Schwechat heute in einer Aussendung bekannt gibt, gab es intensive Gespräche mit zwei ernstzunehmenden Interessenten. Zu guter Letzt lag ein Angebot über zehn Millionen Euro exklusive Umsatzsteuer am Tisch.

In einer Sitzung heute früh wurde jedoch überparteilich festgelegt, dass das Angebot nicht akzeptabel ist und daher nicht angenommen wird. „Mir ist klar, dass in der Vergangenheit rund um das Multiversum Fehler gemacht wurden. Ich weiß aber auch, dass diese Hallen einen großen und hohen Wert darstellen. Daher kann ich im verantwortlichen Umgang mit dem Geld aller Schwechaterinnen und Schwechater mit einem Kaufpreis dieser Höhe nicht leben“, betont SP-Bürgermeisterin Karin Baier.

Die weiteren Schritte

Im Zuge der Käufersuche tat sich eine weitere Option in Bezug auf den Verkauf der „Halle für alle“ auf – ein Teilverkauf, sprich die Veräußerung der einzelnen Bereiche des Multiversum-Komplexes. Stadtgemeinde und Hallen-Geschäftsführerin Annette Neumayer-Weilner sind überzeugt, dass man „unter diesen Umständen bei einer künftigen Gesamtlösung ein deutlich besserer Preis“ erzielen könnte. Die notwendigen Schritte werden geprüft.

Darüber hinaus soll das Multiversum wieder ein positives Image verpasst bekommen. „Das Multiversum und all seine Mitarbeiter haben eine glanzvollere Zukunft verdient als bisher in der Vergangenheit erlebt", so Neumayer-Weilner. Man arbeite täglich an der Steigerung der Attraktivität des Standortes und freue sich über die positiven Reaktion seitens der Veranstalter.  „Derzeit werden mit Veranstaltern und internationalen Unternehmen Verhandlungen geführt, um 2018 in ein gänzlich neu orientiertes und aufgestelltes Veranstaltungsjahr gehen zu können“, so die Multiversum-Geschäftsführerin.

Besonderes im Fokus stehen natürlich die Bereiche Sport, Kunst und Kultur. Aber auch auf dem B2B-Sektor, sprich die Eventhalle als Veranstaltungslocation für Unternehmen zur präsentieren. „Ziel ist es, die Auslastung des Multiversums derart zu steigern, dass potentielle Käufer den künftigen wirtschaftlichen Nutzen erkennen und entsprechende Angebote höheren Umfangs übersenden“, hält Stadtchefin Baier abschließend fest.