Stadt setzt vorerst auf „Pop-Up“-Konzept. Heidrun Seelke und Christine Moser trauen sich, trotz Corona, ein Geschenke- und Papiergeschäft in Schwechat zu starten.

Von Gerald Burggraf und Brigitte Wimmer. Erstellt am 04. November 2020 (04:45)
Die Südtirolerin Christine Moser und die gebürtige Schwechaterin Heidrun Seelke versuchen ihr Glück in der Geschäftszeile der Schubertstraße. Die beiden wollen mit Materialien und schönen Schreibwaren punkten. Bis Dezember ist das Pop-Up-Konzept geplant.
B. Wimmer

Um leer stehenden Geschäftslokalen neues Leben einzuhauchen, geht die Stadt neue Weg. So ziehen in die zwei bisher ungenutzten Verkaufsräume in der Marktzeile Pop-Up-Stores ein. Der Clou: Sie poppen nur für eine gewisse Zeit auf.

Im Fall des „Papierhafens“ des Duos Heidrun Seelke und Christine Moser sowie der Modeboutique von Designerin Lu Steiner bereichern sie die Franz-Schubert-Straße einmal bis Jahresende. „Wir hoffen damit auf mehr Frequenz im Weihnachtsgeschäft“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Anton Imre (ÖVP). Eine dauerhafte Lösung sei in beiden Fällen durchaus möglich – „sie schauen sich das jetzt einmal an“, weiß Imre.

Der „Papierhafen“ hat bereits geöffnet. Coronabedingt mussten die Unternehmerinnen Heidrun Seelke und Christine Moser jedoch auf ein Eröffnungsfest verzichten. Sie bieten als Ersatz bis Samstag einen Nachlass von zehn Prozent auf alle Produkte.

Bei dem Pop-Up-Store handelt es sich eigentlich um eine Zweigstelle des „Papierhafen“ im 1. Bezirk in Wien. Darum könnte man den Store auch „Papierhafen-Dock II“ nennen.

Papierwaren und Geschenke im Shop

Der Name des Shops spiegelt die Produktvielfalt nur bedingt wider – neben Schulheften, Grußkarten, nostalgischen Adventkalendern und Schreibwaren werden auch Mützen, Schals, Taschen, Gürtel, Geschirrtücher, Fancy-Socken und Brettspiele verkauft. „Ein besonderer Renner sind die kleinen Bluetooth-Lautsprecher, weil sie ganz leicht in eine Handtasche passen“, weiß die Schwechaterin Seelke. Sie ist bereits 30 Jahre in der Branche tätig und wagt nun zum ersten Mal den Schritt, einen Shop in ihrer Heimatstadt zu eröffnen. „Back to the roots“, lacht die 53-Jährige.

Die Stadtgemeinde hat sich sehr um die Unternehmerinnen bemüht und die Geschäftslokale in einem Top-Zustand übergeben. Der „Papierhafen“ ist räumlich mit dem zukünftigen Fashion-Store der Mödlingerin Lu Steiner verbunden. Somit ist es einfach, indoor von einem Shop zum anderen zu wechseln.

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