Stadt sichert Zukunft des Sozialmarktes ab. Gemeinde fördert Einrichtung 2020 und 2021 mit zusätzlich 30.000 Euro. Beschluss im Gemeinderat steht noch aus.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:32)
Dejan Mladenoc

„Wir machen uns stark für sozial Schwächere.“ SP-Bürgermeisterin Karin Baier untermauert damit das Engagement der Stadtgemeinde zur Sicherung des Sozialmarktes an der Brauhausstraße. Nach dem Förder-Aus durch das Land NÖ mit Jahresende wackeln sämtliche Märkte, darunter jener in Schwechat. Das Land hatte befristet auf ein Jahr die ausgelaufene Subvention des AMS übernommen.

Im Schwechater Fall wird der Sozialmarkt (SOMA) von der Volkshilfe NÖ betrieben. Schon jetzt subventioniert die Stadt die Einrichtung mit 20.000 Euro pro Jahr, was der Miete für das Verkaufslokal entspricht. „Wir wollen für die Jahre 2020 und 2021 eine zusätzliche Förderung genehmigen, um den Standort zu sichern“, unterstreicht Bürgermeisterin Baier. Natürlich vorbehaltlich eines positiven Beschlusses in der Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, wie die Stadtchefin ergänzt. Bei der Volkshilfe hofft man auf die Zustimmung der Mandatare.

„Wir wollen für die Jahre 2020 und 2021 eine zusätzliche Förderung genehmigen, um den Standort zu sichern“

„Derzeit ist der Fortbestand der Einrichtungen ungewiss“, lässt Gregor Tomschizek, Geschäftsführer der Volkshilfe NÖ Service Mensch GmbH, wissen. Baier sei schon in den vergangenen Jahren „eine große Unterstützerin“ des SOMA gewesen. „Wir hoffen im Namen der rund 1.100 armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Familien, dass der Gemeinderat den Fortbestand ermöglichen wird“, ergänzt er.

Zudem hoffe man auf ein Umdenken bei AMS und Land NÖ. Am Schwechater Standort wären neben den Bedürftigen insgesamt vier Mitarbeiter betroffen, fünf sind es im zweiten Markt in Wiener Neustadt. Darunter auch Langzeitarbeitlose, die im SOMA beschäftigt sind.

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