Standort-Suche für zweites Gym

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:29
Lesezeit: 3 Min
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Das Schwechater Gymnasium platzt aus allen Nähten. Mittlerweile wird auf einen weiteren Standort hingearbeitet.
Foto: Gerald Burggraf
Schwechat kontaktiert bereits Eigentümer von Grundstücken, die infrage kommen würden.
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Das Schwechater Gymnasium platzt aus allen Nähten. Für das kommende Schuljahr sind acht erste Klassen geplant, somit kommt man insgesamt auf 46 Klassen in einem Gebäude, das eigentlich nur auf 38 ausgelegt ist. Und dennoch mussten heuer bei der Einschreibung Kinder abgewiesen werden.

Die NEOS fordern daher seit Längerem einen zusätzlichen AHS-Standort – bevorzugter Weise in der Stadt Schwechat. „In Wien gibt es für 100.000 Einwohner fünf Gymnasien“, macht Gemeinderat Paul Haschka deutlich, dass der Brucker Bezirk mit zwei AHS-Standorten unterversorgt ist. Das Brucker Gymnasium kämpft schließlich ebenfalls mit massiver Platznot.

„Nach einer NEOS-Initiative liegen jetzt zumindest die Fakten auf dem Tisch. Das BMBWF möchte eine neue, voll ausgebaute AHS im Raum Schwechat, dies ist im Schulentwicklungsplan (SchEP) vorgesehen“, so Haschka, der auch aufzählt, was dafür nötig wäre. Nämlich, ein Grundstück mit etwa 7.000 m², Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine eventuelle Vorfinanzierung. Außerdem sei die Zusage wichtig, dass alle bestehenden Schulen erhalten bleiben. „Im Wesentlichen muss die Gemeinde den Standort aussuchen. Die anderen Bedingungen sind in Schwechat relativ leicht erfüllbar“, meint Haschka. Da ein Gymnasium eine Bundesschule ist, muss schließlich die Stadt weder für den Bau noch für den Betrieb der Schule finanziell aufkommen.

Gemeinderat ist sich seit 15 Jahren einig

Und grundsätzlich ist man sich bei dem Anliegen auch im Gemeinderat einig. Einstimmige Resolutionen dazu gab es bereits 2007 und 2017. „Immerhin wurde der SchEP aktualisiert und eine zweite AHS ist vorgesehen“, sieht Haschka einen Erfolg. Nun liege es an der Stadtgemeinde, sich um ein geeignetes Grundstück zu kümmern.

Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) betont auf NÖN-Anfrage dazu, dass die Suche nach einem Grundstück bereits im Laufen sei. „Wir als Stadtgemeinde haben proaktiv vor einigen Wochen das dringende Interesse bzw. die Notwendigkeit an einer weiteren höheren Schule in unserer Region an die NÖ Bildungsdirektion und Landeshauptfrau Mikl-Leitner gesendet“, betont Baier. Daraufhin habe die Bildungsdirektion mitgeteilt, dass im Schulentwicklungsplan ein weiterer Standort in der Region vorgesehen sei. „Es wurde ersucht, ein 6.000 bis 8.000m² großes mögliches Grundstück zu definieren“, so Baier. Man sei also dabei, jene Grundstückseigentümer zu kontaktieren, die über Flächen verfügen, die infrage kommen würden. „Dieser Prozess ist im Laufen“, betont Baier.

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