Streit in Waschbox geriet außer Kontrolle. Nach Schlagabtausch mit Waschlanze und Steinen endete Streit zweier Männer mit einem Schwerverletzten und Blechschäden.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 08. September 2018 (00:58)
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Bei einem Streit in einer Waschanlage in Schwechat wurde die Waschlanze des Hochdruckreinigers zur Waffe.
Shutterstock/hedgehog94

Das Zusammentreffen zweier Angehöriger eines zerstrittenen Familienclans in einer Waschstraße in Schwechat artete nach einer lautstarken Debatte in eine wüste Auseinandersetzung mit geworfenen Steinen, einer geschwungenen Waschlanze, Wagenkollisionen und einem Schwerverletzten (Rippenbrüche, Prellungen) aus.

„Ich wollte nur mit ihm reden und er hat mich sofort mit der Lanze attackiert“, erklärt das Opfer (46) vor Gericht. „Ich habe seine Schläge mit der Waschlanze nur abgewehrt“, entgegnet der Angeklagte (30) und schildert: „Ich lief dann davon. Er warf mir einen Stein hinterher. Ich schoss zurück. Dann musste ich zurück zum Wagen, weil auf der Rückbank das vierjährige Kind meiner Cousine war. Es weinte und schrie, dann wurde die Fahrzeugtür aufgerissen und er schlug auf mich ein. Da gab ich in Panik Gas und er wurde vielleicht von der offenen Tür gestreift“, schildert der 30-Jährige und beteuert Notwehr.

Er habe den Streit mit der Wegfahrt beenden wollen, sei daran aber vom 46-Jährigen gehindert worden: „Ich bin sogar zweimal in ein anderes Auto gekracht“, erzählt der Angeklagte.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren überzeugte die Version des Angeklagten die Richterin und sie sprach den 30-Jährigen vom Vorwurf der schweren Körperverletzung frei.