Verhaltene Bewegung am Arbeitsmarkt. AMS Schwechat: Mit Ende Juni waren 2.665 Personen ohne Job. Die Anzahl jener Menschen, die wieder eine Stelle finden, steigt jedoch.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 11. Juli 2020 (05:50)
AMS-Leiterin Eva Wienerroither sieht positive Signale am Arbeitsmarkt.
AMS

„Der Arbeitsmarkt bewegt sich“, blickt Eva Wienerroither optimistisch in die Zukunft. Die Leiterin des AMS Schwechat bezieht sich dabei vor allem auf die wieder steigenden Arbeitsaufnahmen. So fanden im Juni immerhin 339 Arbeitslose einen neuen Job.

Insgesamt wirken die Auswirkungen der Coronapandemie aber massiv nach. Mit Ende des Vormonats waren 2.665 Personen im Teilbezirk Schwechat ohne Arbeitsplatz, das sind rund 43 Prozent mehr als im Juni 2019. Der Stellenmarkt nimmt auch langsam wieder Fahrt auf. „Wir bekommen wider offenen Stelle, die Betriebe sind aber bei der Personalplanung eher vorsichtig“, weiß Wienerroither.

Gute Chancen gibt es aktuell im Bürosektor, etwa Administration oder Buchhaltung, sowie im Handel und in Handwerksfirmen. Mit 197 zusätzlichen freien Arbeitsplätzen im Juni liegt man aber deutlich unter Vor-Coronazeiten. So konnte das AMS Schwechat im Vorjahresmonat auf 435 offene Stellen zurückgreifen. Auch bei den Lehrstellen gibt es ein Minus von 23,1 Prozent. Besonders betroffen sind weiter Jobsuchende unter 25 Jahren und Ausländer.

Die Zahl der Beschäftigte blieb 25.808 nahezu konstant. Mit Stand Mai (dieser Wert wird um einen Monat zeitversetzt erhoben, Anm.) sank die Zahl der Arbeitsplätze im Teilbezirk lediglich um 0,8 Prozent. Das ist nicht zuletzt der Inanspruchnahme der Kurzarbeit geschuldet. „Viele Betriebe haben auch einen Verlängerungsantrag gestellt“, erklärt die AMS-Chefin.