Wirtin nach dem Einkauf dreist bestohlen. Beim Einräumen ins Auto wurde Angelika Vas Opfer eines Diebes. Als die Schwechaterin ihre Karten sperren ließ, zeigten sich die Bank wenig auskunftsfreudig.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 16. Juli 2021 (05:04)
Simmeringer Metro-Parkplatz
Am Simmeringer Metro-Parkplatz wurde Angelika Vas (kl. Bild) bestohlen.
Gerald Burggraf

Der routinemäßige Einkauf beim Metro-Markt in Simmering kam Angelika Vas teurer zu stehen, als ihr lieb ist. Als die Chefin des Gasthauses „Zur Goldenen Kette“ am Donnerstag ihren Einkauf ins Auto verfrachtete, griff ein dreister Dieb zu. Er ließ das im Auto abgelegte Bauchtascherl samt Geldbörse mitgehen. „Ich habe es aber erst bemerkt, als ich schon in Schwechat war“, erzählt Vas im NÖN-Gespräch.

Dieb wollte Geld abheben

Das war etwa 15 Minuten nach dem Diebstahl, erinnert sie sich. Umgehend ließ die Wirtin ihre Karten sperren. Und da die Überraschung: Der Mitarbeiter der Bank erzählte Vas, dass er eine Aktivität mit der Bankomatkarte auf seinem Bildschirm sehe.

Angelika Vas
Angelika Vas
Gerald Burggraf

„Er wollte aber nicht sagen wo. Er meinte, das geht aufgrund des Datenschutzes nicht. Das könne man nur der Polizei mitteilen“, erinnert sich die Gastronomin. Nach der Arbeit machte sie sich also auf den Weg zur Polizei und erstattete auf der Inspektion Sängergasse in Simmering – weil dort der Tatort war – Anzeige.

Auch Polizei erhielt keine Auskunft bei der Bank

Der Polizist rief dann bei der Bank an, um sich über die Abhebung zu erkundigen. Allerdings konnte auch der Beamte sowohl telefonisch als auch dann schriftlich per E-Mail nur einem Teil der Schweigemauer des Geldinstituts überwinden.

„Man sagte uns, dass jemand in Wien 500 Euro abheben wollte. Geschafft hat er es aber nicht. Welcher Bankomat es war, könne man aber aufgrund des Bankgeheimnisses nicht sagen“, fasst Vas zusammen.

Am Tag darauf erfuhr sie bei einem Termin in ihrer Bank, dass zu „99 Prozent kein Bankomat einer Bank“ genutzt wurde. Mehr aber nicht. „Auch weil mir kein Schaden entstanden ist“, weiß die Wirtin. Das ärgert sie allerdings doch ein wenig. „Vielleicht hätte sich die Chance ergeben, den Täter zu fassen“, mutmaßt Vas. Etwa durch die Überwachungsbilder des Bankomaten.