Zuschuss zur Miete wird reduziert

Die Unterstützung wird in Schwechat künftig nur noch für 45 Quadratmeter ausbezahlt. Kritik an Maßnahme kam von ÖVP und Grünen.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 04:26
Lesezeit: 2 Min
Miete Haus Wohnung Geld Symbolbild
Foto: shutterstock.com/MIND AND I

Die geplante Änderung der Mietzinsunterstützung stieß im Gemeinderat nicht auf die Zustimmung aller. Vor allem die Grünen und die ÖVP hielten die Reduktion für eine unsoziale Maßnahme. Konkret geht es darum, dass ab 1. Jänner 2022 nur noch 45 und nicht wie bisher 55 Quadratmeter gefördert werden sollen.

Die Maßnahme soll eine Einsparung von rund 100.000 Euro bringen. Rund 50.000 Euro davon würden sich durch ein Ende von Doppelgleisigkeiten mit Förderungen durch das Land ergeben. Damit zeigte man sich bei der ÖVP durchaus einverstanden. Ansonsten allerdings sehe man darin eine Schlechterstellung der Schwechater, die man nicht gutheißen könne, erklärte Gemeinderätin Gabriele Süßenbacher die Ablehnung ihrer Fraktion. „Da geht es vor allem um Familien mit Kindern, die ohnehin durch die Krise schwer betroffen sind“, so Süßenbacher.

Dem schloss sich auch Grünen-Stadtrat Peter Pinka an und kündigte an, dass auch die Grünen der Reduktion nicht zustimmen würden.

Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) betonte jedoch, dass vor allem dort angesetzt worden sei, wo mehrere Erwachsene an einer Adresse gemeldet seien und alle den Mietzinszuschuss beziehen. Einer Person würden demnach eben nicht mehr die 55, sondern nur noch die 45 Quadratmeter gefördert. „Unser Ansatz war definitiv nicht, kinderreichen Familien zu schaden“, hob Baier hervor.

Das Thema sei in den zuständigen Ausschüssen hinlänglich diskutiert worden. „Das Land hat uns das als einen der ersten Punkte aufgelistet, die wir bearbeiten sollten“, erklärte Baier, dass Schwechat eine der letzten Gemeinden sei, die überhaupt einen Mietzinszuschuss bezahlt. „Die wenigen, die ihn sonst noch haben, zahlen alle deutlich weniger als wir“, versuchte Baier eine Relation zu anderen Gemeinden herzustellen.

Letztendlich blieb es bei der Abstimmung aber dabei: Die Reduktion wurde mehrheitlich angenommen von SPÖ, FPÖ und GfS. ÖVP und Grüne stimmten dagegen.