Schwechater Abfallverband steigt auf Recycling-Tonnen um

Erstellt am 29. November 2022 | 16:59
Lesezeit: 3 Min
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Die ersten neuen Mistkübel wurden bereits geliefert.
Foto: Gerald Burggraf
Der deutsche Mülltonnen-Produzent "Sulo" liefert in einer ersten Tranche 1.000 neue schwarze Mistkübel an den AWS. Das Besondere daran: Die Behälter sind zu 100 Prozent aus wiederverwertetem Kunststoff.
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Sulo-Chef Peter Kamps (r.) mit AWS-Geschäftsführer Jürgen Maschl und Verbandsobmann Roman Stachelberger bei der Präsentation der Recycling-Mülltonnen.
Foto: Gerald Burggraf

"Je mehr recycelt wird, desto weniger Rohstoffe braucht man", fasst Peter Kramps zusammen. Der Geschäftsführer der Firma "Sulo" war extra aus Deutschland nach Schwadorf gereist, um die neueste Innovation des Unternehmens zu präsentieren: Die "Citybac"-Mülltonne, die im konzerneigenen Werk in Herford (Nordrhein-Westfalen) gänzlich aus recycelten HDPE-Kunststoffen produziert wird. Aus alten Mistkübeln oder Waschmittelflaschen entstehen die neuen Tonnen.

Abnehmer der schwarzen Restmüll-Kübel ist der Abfallwirtschaftsverband Schwechat (AWS), zu dem auch die Stadt Gerasdorf gehört, der 1.000 Behälter in der Größe von 240 Litern geordert hat. Ein erster Teil der Lieferung wurde nun übergeben und im Rahmen eines Pressegesprächs heute Dienstag präsentiert. Der AWS ist damit der erste Abfallverband Niederösterreichs, der auf die Recycling-Mülltonnen von Sulo umstellt.

Umstellung erfolgt sukzessive

Laut Sulo-Chef Kramps sei dies ein "wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit", denn die Mistkübel hätten durch die Wiederverwertung von Plastikabfall einen bis zu 82 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als deren Vorgängermodelle. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Tonnen etwa zwei bis drei Kilogramm leichter sind. Das kommt, so Kramps, einerseits den Bürgern aber andererseits vor allem den Mitarbeitern der Müllabfuhr zugute.

Innovationen wie jene der Sulo-Mistkübeln wollte der AWS im Sinne einer umfassenden Kreislaufwirtschaft aktiv fördern, wie Geschäftsführer Jürgen Maschl bei der Präsentation in einer Fahrzeughalle des Abfallverbandes betont. Die Umstellung bei den Endverbrauchern im Verbandsgebiet wird sukzessive passieren. "Wir haben den Vorteil, dass wir viel Lagerfläche besitzen. Die Mülltonnen werden nur dann getauscht, wenn die bestehende kaputt ist", erklärt AWS-Obmann Roman Stachelberger. 

63.300 Mülltonne im AWS-Gebiet

Nachdem Mistkübel in Summe rund zehn Jahre halten, wird auch die Umstellung auf die Recycling-Tonnen ebenso lange dauern. Vorerst werden in erster Linie die Restmüll-Kübel ersetzt. Aktuell hat der Abfallverband in etwa 63.300 Mistkübel bei den 35.000 Haushalten sowie etlichen Gewerbebetrieben im Einsatz. Rund 35.000 der Kübel wurden bei Sulo gekauft.

Mit dem deutschen Hersteller kooperiert der AWS nämlich bereits seit 2012, in dieser Zeit habe man laut Jürgen Maschl schon mehrere Ideen umgesetzt. "Mit der Prägung unserer Mistkübeln sind wir Vorreiter und brauchen somit keine Aufkleber, die nur mehr Müll bedeuten", hält der Geschäftsführer fest.

Zum Thema: Zum Verbandsgebiet des AWS gehören die Gemeinden Schwechat, Ebergassing, Fischamend, Gramatneusiedl, Haslau-Maria Ellend, Himberg, Klein-Neusiedl, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Maria Lanzendorf, Moosbrunn, Rauchenwarth, Schwadorf, Zwölfaxing und Gerasdorf (Bezirk Korneuburg).

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